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Erwartungen an ein Au-Pair aus Nepal

Erwartungen an Au-Pairs aus Nepal

Judith Liehr·31. Oktober 2013

Nepal ist ein Vielvölkerstaat, es leben dort etwa 30 Millionen Menschen, die sich auf über 30 verschiedene Volksstämme und –gruppen aufteilen. Es existieren zwei große Religionen nebeneinander, nämlich der Hinduismus und der Buddhismus. Bereits seit dem Jahr 1963 sind soziale Unterscheidungen aufgrund von Kastenzugehörigkeiten in Nepal bereits verboten, noch immer aber bestimmt dieses System sehr oft den Alltag der Menschen. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern Asiens ist die Alphabetisierungsrate des Landes relativ gering – sie liegt bei den Erwachsenen nur etwa 50%. Es gibt zwar eine allgemeine Grundschulpflicht, aber viele Kinder können nicht am Schulunterricht teilnehmen, da sie im Haushalt helfen, oder zusätzliches Geld für die Familie verdienen müssen. Allerdings ist die Einschulungsquote, besonders in den vergangenen Jahren, inzwischen auf rund 95% angestiegen. Besonders Frauen haben es aber nach wie vor schwer, Zugang zu Bildung zu erlangen. Es sind zwar auch hier Fortschritte zu verzeichnen, aber nach wie vor werden Mädchen öfter gar nicht erst eingeschult, oder müssen die Schule frühzeitig verlassen.

Das Kathmandu-Tal mit der Doppelstadt Kathmandu/Lalitpur (Patan) ist nach wie vor das größte Bevölkerungszentrum Nepals. Genau dort sind auch unsere Partnerorganisationen ansässig, die ich hier zu Wort kommen lasse, um Ihnen einen kleinen Eindruck von den Au-Pairs aus Nepal zu vermitteln.

Wie bereiten sich die Au-Pairs auf den Aufenthalt in Deutschland vor und wie lange dauert der ganze Vorbereitungsprozess in etwa?

„Die zukünftigen Au-Pairs besuchen meist etwa ein halbes Jahre lang zunächst unseren Sprachkurs. Innerhalb des Kurses sprechen wir dann auch über kulturelle Unterschiede zwischen deutschen und nepalesischen Familien. Es ist uns sehr wichtig, das die jungen Leute wissen, dass es sich hier um ein Kulturaustauschprogramm handelt, in dem sie die Möglichkeit haben, eine andere Kultur, eine Fremdsprache, unterschiedliche Lebensstile und generell die Lebensart der Menschen in Deutschland kennenzulernen. Manche Dinge scheinen recht einfach und belanglos zu sein, aber zu den Reisevorbereitungen gehört auch, dass die Au-Pairs sich mit ausreichend warmer Kleidung versorgen müssen, bevor sie nach Deutschland aufbrechen. Sie können sich oftmals nicht vorstellen wie es ist, in einem Land zu leben, in dem es, im Vergleich zu ihrer eigenen Heimat meist eher kalt ist."

Was sind wichtige kulturelle Unterschiede, die man als Gastfamilie kennen sollte, wenn man ein Au-Pair aus Nepal einlädt?

„Wir versuchen, den Au-Pairs zu erklären, dass in einer deutschen Gastfamilie Offenheit in der Kommunikation untereinander einen hohen Stellenwert hat. Viele der jungen Damen sind das so von Haus aus nicht wirklich gewohnt. Auch Pünktlichkeit ist ein Thema, das wir immer wieder besprechen – in Deutschland ist das ja nun wirklich ein „Muss", aber auch das kennen viele junge Leute hier in der Form nicht. Es gibt in Nepal eine ganze Reihe von Festlichkeiten, die gefeiert werden und zwar unabhängig davon, welcher Glaubensgemeinschaft man angehört. Manche Au-Pairs vermissen das während der Zeit, die sie im Ausland sind. Gastfamilien sollten ihre Au-Pairs danach fragen – einige dieser Festivitäten sind wirklich etwas ganz besonderes."

nepalesisches Au-Pair

Gibt es Unterschiede in der Kinderbetreuung?

„Wichtig für deutsche Gastfamilien ist es sicherlich zu wissen, dass in Nepal kaum junge Menschen zu finden sind, die keine Erfahrung in der Kinderbetreuung haben. Da die meisten Menschen hier sich keine andere Form der Kinderbetreuung leisten können, kümmert sich jeder innerhalb eines großen bzw. weiteren Familienverbandes um die Kinder, die oder der dazu Zeit und Gelegenheit hat – und zwar immer dann, wenn Eltern Hilfe bei der Betreuung ihrer Kinder benötigen, weil sie z.B. arbeiten. In den vergangenen zwei bis drei Jahren sind Montessori-Einrichtungen in den Städten in Nepal recht populär geworden. Viele Eltern schicken ihre Kinder nun in solche Kindergärten und Schulen und eine ganze Reihe unserer Au-Pair-Bewerberinnen absolvieren dort Praktika."

Wo sind Unterschiede in der Ernährung zu finden?

„Die Menschen in Deutschland essen relativ viel Brot. Das ist hier in Nepal so nicht üblich. Viele Au-Pairs müssen sich daran erst gewöhnen. In Nepal wird sehr viel Reis und „Dal" gegessen – letzteres ist ein Gericht aus Hülsenfrüchten (z.B. Linsen oder Kichererbsen), welches sehr würzig ist. Das ist schon der nächste, große Unterschied sind die Gewürze: die Speisen in Nepal sind eigentlich so ziemlich all sehr viel würziger, als in Deutschland."

Was versprechen sich die Au-pairs von einem Aufenthalt in Deutschland?

„An erster Stelle steht für die meisten natürlich der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen. Auch möchten unsere jungen Leute gerne eine andere Lebensart kennenlernen, ganz besonders eben die Dinge, für die Deutschland bekannt ist, wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Für viele ist es natürlich ein Traum Europa zu besuchen, wirklich selbstständig und unabhängig zu werden. Sie erhoffen sich, von all dem etwas für ihre Zukunft mitnehmen zu können. Die eine oder andere möchte anschließend vielleicht in Europa studieren oder ein weiteres Jahr als Au-Pair in einem Land wie den USA oder Kanada verbringen."

Sollten Sie sich dazu entschließen, ein Au-Pair aus Nepal einzuladen, so bin ich ganz sicher, dass Sie im Laufe des Jahres noch sehr viel mehr Interessantes über die Kultur und das Leben der Menschen im „Land der topografischen Extreme" erfahren werden.

Gastfamilie