
Auslandspraktikum in der Mongolei
Die Mongolei ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt – auf einen Quadratkilometer kommen nicht ganz zwei Menschen. Das Land wird bestimmt von der Wüste Gobi im Süden, den Steppen in der Mitte und dem Altai-Gebirge im Norden. Das Klima dort stellt schon eine gewisse Herausforderung dar, da es zwischen sehr kalt im Winter und sehr heiß im Sommer schwankt.
In der Hauptstadt, Ulaanbaatar, leben etwa 1,3 Millionen (das sind rund 40% der Einwohner des Landes) Menschen. Es ist eine schnell wachsende Stadt und eine Stadt der Kontraste zwischen Moderne und Tradition. Es ist sehr interessant zu sehen, dass man sich dort nicht scheut, beides miteinander zu kombinieren – zum Beispiel in der Mode und der Kulturszene, vor allem der Musik. Nach jedem langen (und meist harten) Winter erwacht Ulaanbaatar wieder neu und verändert zum Leben. Die Mongolei ist sicher noch ein außergewöhnliches Ziel für ein Auslandspraktikum, aber auch eine ganz besondere Erfahrung.
In der Mongolei gibt es sehr viele Deutsch-Lerner, Muttersprachler/innen als Dozenten/innen sind allerdings nach wie vor Mangelware.
Dieses Praktikum richtet sich an Studenten/innen der Fachrichtungen Germanistik oder Pädagogik und auch an Interessenten mit einem solchen oder ähnlichen Studienabschluss. Die Unterkunft in einer Gastfamilie (oder Studentenwohnheim, je nach Verfügbarkeit) ist inbegriffen. Sie unterrichten Kindern, Jugendliche und Erwachsene 30-40 Stunden wöchentlich in Deutsch. Der Unterricht findet in kleinen und größeren Gruppen in der Sprachschule unserer Partnerorganisation in Ulaanbaatar statt.
min. 18 Jahre alt
Immatrikulationsbescheinigung oder Hochschulabschluss
guter Gesundheitszustand (Attest)
tadelloses polizeiliches Führungszeugnis

Sehenswürdigkeiten in Mongolei
Entdecken Sie die Highlights, die Ihren Aufenthalt unvergesslich machen.

Wüste Gobi
Die Wüste Gobi liegt in Zentralasien und ist mit einer Fläche von rund 1,6 Millionen Quadratkilometer die drittgrößte und auch kälteste Wüstenregionen der Welt, sie dominiert im südlichen Teil der Mongolei die Landschaft. Mit Temperaturschwankungen von -40 bis 50° Celsius und ihren trockenen Dünen- und Gebirgslandschaften, ist die Wüste Gobi eines der unwirtlichsten Gebiete der Erde. Viele Menschen in der Mongolei leben nach wie vor von der Viehzucht. Zur nachhaltigen Gestaltung von Land und Leben tragen dort gemeinschaftliche Landnutzung, familiäre Netzwerke und ein tiefes Geschichtsbewusstsein bei. Man respektiert die Natur, nimmt Rücksicht auf Pflanzen und Tiere und es herrscht eine Ethik des Bewahrens. Weite Steppenlandschaften mit Wildblumen, endlose Sanddünen, schroffe Bergklippen und ein fantastischer Sternenhimmel laden dazu ein, zumindest einen Teil der Wüste Gobi zu erkunden. Es werden etliche geführte Touren angeboten, wer sich auf eigene Faust auf den Weg machen möchte, sollte sich sehr gut vorbereiten. Es gibt meist weder Wegweiser, noch asphaltierte Straßen oder Menschen, die man nach dem Weg fragen könnte.

Karakorum & Orkhon Valley
Die Ruinenstadt Karakorum war von 1235 bis 1260 die erste Hauptstadt des monologischen Reiches. Sie ist am Fuße des Changai-Gebirges westlich von Ulaanbaatar gelegen und war seinerzeit eine bedeutsame Handelsmetropole an der Seidenstraße. Die ganze Stadt wurde damals aus Lehm für rund 10.000 Einwohner errichtet – Reste davon sind bis heute erhalten. Von dort aus können Sie auch das Orchontal, welches seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, erkunden. Der Orchon ist die Lebensader dieser Region – neben unberührten Landschaften, durch die sich Flüsse und Seen schlängeln, finden sich im Tal auch buddhistische Klöster, die teilweise bis auf das 16. Jahrhundert zurückgehen, sowie heiße Quellen, in denen Sie sich wunderbar entspannen können. Es werden verschiedene Touren per Fahrrad oder auch zu Pferde angeboten.

Gorkhi-Terelej-Nationalpark
Etwa 1,5 – 2 Stunden Fahrzeit mit dem Auto (etwa 60 Kilometer) von Ulaanbaatar entfernt liegt der Gorkhi-Terelej-Nationalpark. Das bergige Gebiet hat eine Fläche von rund 2.930 Hektar und besteht aus bewaldeter Steppe mit sehr interessanten Felsformationen. Dort gibt es etwa 250 verschiedene Vogelarten, Elche und Bären. Unweit des Eingangs befindet sich der sehr bekannte „Turtle Rock“ (Melchi Chad), eine Felsformation von 24 Metern Höhe, welche die natürliche Form einer Schildkröte hat. Außerdem sehr sehenswert ist der Meditationstempel Ariyabal, wo buddhistische Mönche seit vielen Jahren Meditationsrituale inmitten schöner und ruhiger Berge durchführen. Im Gorkhi-Terelej-Nationalpark werden Ausflüge per Pferd angeboten, Sie können dort auch in traditionellen Jurten übernachten und das Leben der Nomaden kennenlernen. Ebenso gibt es sehr viele Möglichkeiten zum Wandern.
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