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Fremdsprachen lehren als Sprachtutor und/oder Au-Pair

Kombination aus Au-Pair und Sprachtutor

Judith Liehr·05. Mai 2016

Vor allem während der Sommermonate, also zwischen Mai und Oktober, sind die Sprachtutorenprogramme im europäischen Ausland sehr beliebt. Aufgrund der relativ kurzen Aufenthaltsdauer eignet sich dieses Programm ja auch sehr gut, wenn man zwar gerne eine Auslandserfahrung machen möchte, aber eben nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung steht, seien es die Semesterferien, die Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn, oder auch zwischen zwei Jobs, denn für dieses Programm gibt es ja keine Altersbeschränkungen (abgesehen von der Volljährigkeit).

Üblicherweise erhalten Tutoren in einer Gastfamilie freie Kost und Logis im eigenen Zimmer und bieten dafür 15 Wochenstunden muttersprachlichen Unterricht (und/oder Englisch) auf Konversationsbasis. Nun gibt es aber, vor allem in Frankreich und in Spanien, immer wieder Familien die sich wünschen, dass noch zusätzlich einige, kleine Tätigkeiten übernommen werden, die diesen Rahmen eigentlich übersteigen. Diese können beispielsweise sein

  • einige zusätzliche Stunden Kinderbetreuung

  • Fahrdienste, wie Kinder von der Schule abholen o.ä.

  • ein kleines Mittagessen zubereiten

Aus diesem Grunde haben wir, in Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort, das sogenannte „Tutor +“-Programm konzipiert.

Art und Umfang der zusätzlichen Tätigkeiten werden, ebenso wie das Taschengeld, welches die Tutoren dafür erhalten, selbstverständlich im Vorfeld besprochen und festgelegt. Alle Gastfamilien für dieses Programm bewerben sich bei unseren lokalen Partnern und geben dort genau an, welchen Bedarf an Sprachunterricht bzw. ggf. auch zusätzlichen Aufgaben sie haben.

Geeignet für das Sprachtutorenprogramm ist Jede/r, die/der eine Affinität zu Sprache und Spaß am Unterrichten hat. Sofern Sie nicht bereits eine Sprache oder ein Lehramt studieren ist es hilfreich, wenn Sie bereits Erfahrung beispielsweise durch Nachhilfeunterricht o.ä. haben – eine zwingende Voraussetzung ist das allerdings nicht.

Gastfamilien, die einen Tutor einladen, möchten es meist ihren Kindern ermöglichen, einen wesentlich effektiveren Zugang zu einer Fremdsprache zu haben, als das über den Schulunterricht möglich ist. Oft ist es ja so, dass alles, was dort gelernt wird, auch schnell wieder vergessen wird. Ein Tandempartner hingegen ermöglicht es den Schülern ungezwungen zu Hause, oder auch unterwegs während eines gemeinsamen Ausflugs, die Fremdsprache zu trainieren. Zuweilen sind die Schüler/innen aber auch Erwachsene, die aus beruflichen Gründen eine Fremdsprache erlernen müssen bzw. wollen, oder die wissen, dass sie in absehbarer Zeit nach Deutschland übersiedeln werden.

Prinzipiell können Sie davon ausgehen, dass auch als „Tutor +“ eine Zeit von 20-25 Wochenstunden nicht überschritten wird und Ihnen so ganz sicher noch genügend Freizeit bleibt, um selbst Sprachkurse zu besuchen, oder aber die Kultur und die Menschen Ihres Gastlandes zu entdecken bzw. kennenzulernen.

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