
Au-Pair in England – nicht immer einfach!
Wir erleben aber gerade für England, im Vergleich zu anderen Au-Pair Ländern, häufiger, dass es zwischen Gastfamilie und Au-Pair zu Schwierigkeiten kommt. Woran liegt das und was kann man dagegen tun? Das ist natürlich eine Frage, die sowohl uns, als auch unsere Partnerorganisationen vor Ort beschäftigt. Letztendlich möchten wir ja alle erreichen, dass alle Beteiligten den Auslandsaufenthalt als Au-Pair in England als eine positive Zeit erleben und in Erinnerung behalten.
Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen haben wir uns dazu einige Gedanken gemacht, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten.
Viele Au-Pairs wollen nach England
Es ist in der Tat so, dass ganz besonders viele Au-Pairs, die innerhalb Europas unterwegs sind, nach England gehen möchten. Es ist heute ungemein wichtig, gut Englisch sprechen zu können – England ist nicht weit weg und daher nicht so kostenintensiv wie beispielsweise Australien oder die USA. Das bedeutet aber auch, dass sich englische Gastfamilien einem besonders großen Angebot an Au-Pair-Bewerbern/innen gegenüber sehen. Dies nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Spanien, Italien, Frankreich etc. Aus diesem Grunde ist es oft auch nicht so einfach Gastfamilien zu finden, die Au-Pairs einladen möchten, welche weniger als ein Schuljahr dort bleiben möchten. Ebenso ist es für Gastfamilien dort u.U. auch relativ einfach, ein neues Au-Pair zu finden, sollte es mit dem derzeitigen Au-Pair zu Schwierigkeiten kommen. Ich möchte den englischen Familien natürlich nicht unterstellen, sie würden sich nicht die Mühe machen wollen, sich mit einem neuen Au-Pair auseinander zu setzen – es fällt aber sicher leichter einen Schluss strich zu ziehen, wenn man weiß, dass recht schnell Ersatz zu finden ist.
Hausarbeit
Das ist unserer Erfahrung nach häufig ein Reibungspunkt. Sie sollten bedenken, dass das Leben in England recht teuer ist, auch Au-Pairs erhalten im europäischen Vergleich etwas mehr Taschengeld. Die meisten Familien haben daher nicht noch zusätzlich eine Haushaltshilfe. Das heißt, dass sehr viele Gastfamilien in England Mithilfe im Haushalt erwarten. Art und Umfang der Mithilfe wird allerdings immer bereits im Vorfeld abgesprochen und auch in der schriftlichen Bestätigung des Programms recht genau festgehalten. Für den Fall, dass Sie es von Haus aus nicht wirklich gewohnt sind, Dinge wie beispielsweise eine kleines Essen vorzubereiten oder etwas zu bügeln, selbstständig zu tun, sollten Sie überlegen, ob Sie das in einer Gastfamilie wirklich gerne übernehmen wollen und vielleicht zu Hause schon vorher ein bisschen üben möchten.
Auto fahren
Viele englische Gastfamilien erwarten, dass ihr Au-Pair Auto fährt. Sie müssen sich wegen des Linksverkehrs aber keine großen Sorgen machen! Unsere Partneragenturen in England weisen Gastfamilien immer darauf hin, dass sie einem deutschen Au-Pair zu Beginn die eine oder andere Fahrstunde spendieren sollten, damit man das üben kann.
Familienschluss
Wir haben schon erlebt, dass Au-Pairs sich darüber beklagen, dass sie nicht genügend in die Gastfamilie integriert worden seien. Andererseits haben wir auch schon einige wenige Gastfamilien erlebt, die ausdrücklich darauf hinweisen, dass sie am Abend gerne für sich sein möchten. Hier gibt es verschiedenes zu bedenken: überlegen Sie bereits im Vorfeld, ob und wie wichtig Ihnen der Familienanschluss ist und besprechen Sie das offen während des Skype-Interviews mit der Gastfamilie. Die Menschen sind einfach sehr unterschiedlich und Sie sollten auch bedenken, dass viele Gasteltern wirklich viel arbeiten und deswegen abends auch einfach müde sein können. Das heißt natürlich nicht, dass keine Gespräche geführt, oder Dinge gemeinsam unternommen oder geplant werden können.
Generell ist es wirklich wichtig, dass Sie alles, was Ihnen persönlich wichtig ist, mit einer potentiellen Gastfamilie besprechen, bevor Sie sich für, oder gegen eine Familie entscheiden. Kommunikation ist der Dreh- und Angelpunkt des guten Gelingens eines Aufenthaltes als Au-Pair!