06103 5098888Infomaterial anfordernMerkzettel
  • Programme
  • Über uns
  • Blog
  • Infomaterial anfordern
mein Kulturist
Au-Pair für Gastfamilien
Alle ansehen→
Au-Pair im Ausland
Alle ansehen→
  • Australien
  • Belgien
  • Chile
  • China
  • Dänemark
  • England
  • Finnland
  • Frankreich
  • Guadeloupe
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Kanada
  • Luxemburg
  • Mexiko
  • Neuseeland
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Schottland
  • Schweden
  • Schweiz
  • Spanien
  • USA
Auslandspraktikum
Alle ansehen→
  • Argentinien
  • Chile
  • China
  • Ecuador
  • Israel
  • Japan
  • Mexiko
  • Mongolei
Freiwilligenarbeit
Alle ansehen→
  • Brasilien
  • Chile
  • Ecuador
  • Indien
  • Israel
  • Japan
  • Kanada
  • Madagaskar
  • Mauritius
  • Mongolei
  • Nepal
  • Spanien
  • Südafrika
  • Tansania
  • Thailand
  • Uganda
Sprachtutor
Alle ansehen→
  • China
  • Ecuador
  • Frankreich
  • Italien
  • Mexiko
  • Mongolei
  • Spanien
Work & Travel
Alle ansehen→
  • Australien
  • Chile
  • Frankreich
  • Island
  • Kanada
  • Portugal

Nicht sicher, wohin die Reise gehen soll?

Alle Länder entdecken→
  • Über uns
  • Blog
  • Infomaterial anfordern
Merkzettelmein Kulturist

Unsere Programme

Au-PairAu-PairFreiwilligenarbeitFreiwilligenarbeitSprachtutorSprachtutorWork & TravelWork & TravelPraktikumPraktikum
Auszeichnungen & Zertifizierungen
Au-Pair des Jahres 2013Au-Pair des Jahres 2014Au-Pair des Jahres 2016Au-Pair des Jahres 2017IAPA Au-Pair Agency of the Year 2020IAPA – International Au Pair AssociationEducation New Zealand – Specialist AgentAlumniPortal Deutschland – Mitglied
AktuellesKontaktLinksLänderSitemap
DatenschutzImpressum
Au-Pair in Schweden – ein Erfahrungsbericht von Anina

Au-Pair in Schweden – ein Erfahrungsbericht von Anina

Judith Liehr·27. August 2025

Anina war neun Monate als Au-Pair in Vadstena/Schweden und hat uns einen sehr netten und ausführlichen Bericht über ihre Zeit dort geschickt – viel Spaß beim Lesen!

Die Ankunft und die ersten Tage

Meine Au-pair Reise begann mit der Ankunft am Flughafen in Göteborg, Schweden, wo mich die ganze Gastfamilie mit dem Auto abgeholt hat. Der Wohnsitz der Familie lag ca.4 Stunden vom Flughafen entfernt, deshalb haben wir auf dem Weg angehalten und in einem Restaurant Mittag gegessen. Die Kinder waren sehr aufgeregt und haben viele Fragen gestellt. Da ich zu diesem Zeitpunkt kaum Schwedisch konnte, wurden alle Fragen gerne von den Eltern übersetzt. Als wir angekommen waren, habe ich mich erst einmal auf mein Zimmer zurückgezogen, meine Familie in Deutschland angerufen und mich etwas frisch gemacht. Anschließend gab es eine Führung durch das Haus und den Garten. Danach wurden meine mitgebrachten Gastgeschenke ausgepackt und gleich damit gespielt. Der restliche Tag war ganz entspannt ausgeklungen. Die nächsten Tage ging es vor allem darum, mir alle Aufgaben zu zeigen und zu erklären. Dabei war ich nie auf mich alleine gestellt, sondern habe ganz viel Unterstützung von der Gastmutter erhalten, die sich extra für die ersten Tage frei genommen hat, um mich tatkräftig zu unterstützen, alles zu verstehen. Ziemlich schnell lebte ich mich in den Alltag der Familie ein und wusste genau, was wichtig ist und was meine Aufgaben sind, als Hilfe hatte ich auch einen Zettel am Kühlschrank hängen, auf dem alle meine Aufgaben nochmals strukturiert aufgelistet waren. Außerdem wichtige Telefonnummern von Großeltern etc. und wichtige Hinweise, die die Kinder betrafen. Natürlich waren die ersten paar Tage super spannend und manchmal auch etwas viel. Man ist in einem anderen Land mit fremden Menschen, kann die Sprache kaum und man weiß nicht recht, wie man sich verhalten soll, es kann auch ein Gefühl von Heimweh aufkommen. Aber keine Sorge, so war es bei mir auch und so ist es auch bei allen anderen Au-pairs gewesen, die ich dort kennenlernen durfte. Aber hier mein Tipp: kommuniziere, wenn du dich ein wenig überfordert fühlst oder einfach nochmal Hilfe oder Erklärungen brauchst und spreche auf jeden Fall viel mit deiner Familie zuhause in Deutschland. Deine Gastfamilie sollte das auf jeden Fall verstehen. Es ist wirklich total normal, aber keine Sorge, dieses Gefühl wird sich sehr schnell legen und Tag für Tag wird alles einfacher, man bekommt eine Routine und dann kann die schöne Zeit als Au-pair richtig beginnen!

Mein Alltag

Mein typischer Arbeitstag begann um 7.00 Uhr, da haben die Kinder noch geschlafen. Während dessen räumte ich schon mal das getrocknete Geschirr wieder ein, stellte die Waschmaschine an, räumte die Spülmaschine aus oder räumte einfach ein wenig die Küche oder das Wohnzimmer auf. In der Zeit aßen die Eltern Frühstück, gegen 07.15 Uhr weckte einer von uns die Kinder auf. Dann war es meine Aufgabe, die Kinder anzuziehen, Zähne zu putzen, Jacke und Schuhe anzuziehen, damit sie rechtzeitig vor 08:00 Uhr von der Mutter in den Kindergarten gefahren werden konnten. Dieser lag nur ca. 10 Gehminuten vom Haus entfernt. Für die Kinder musste weder Frühstück noch Mittagessen von mir vorbereitet werden, da sie dieses in der Kita bekamen. Vor 08:00 Uhr waren alle aus dem Haus, beide Eltern sind Vollzeit berufstätig, weshalb man auch öfters mal alleine Zuhause ist, damit sollte man kein Problem haben. Gegen 08:00 Uhr machte auch ich mich auf den Weg zur nur 20 Autominuten entfernten Sprachschule. Dort hatte ich bis 12 Uhr Unterricht, anschließend bereitete ich mir Mittagessen zu und aß manchmal alleine und manchmal zusammen mit meinem Gastvater. Danach ging es an die typischen Haushaltsaufgaben, je nach dem, was an dem Tag nötig war: staubsaugen, bügeln, Wäsche waschen und auf/abhängen, Kinderzimmer aufräumen, das eigene Bad und Zimmer aufräumen oder Abendessen vorbereiten. Natürlich müssen diese Aufgaben nicht alle an einem Tag erledigt werden, je nach dem, wie man es mit der Familie ausgemacht hat. Ich hatte die tollte Freiheit, mir die Aufgaben so einzuteilen, wie es mir am besten passt. Bevor ich die Kinder abholen musste, hatte ich ungefähr 1-2 Stunden Freizeit. Da ich sehr ländlich gewohnt habe, waren die meisten großen Städte etwas weiter entfernt. An einem ländlichen Ort mein Au-pair zu machen war aber meine Entscheidung. Deshalb habe ich meine Freizeit oft damit verbracht mit dem Hund spazieren zu gehen, kleine Wanderungen zu machen, Lesen, an den See fahren oder ins nahe gelegene Schwimmbad zu fahren. Um 16 Uhr holte ich die Kinder von der Kita ab, dann spielten, malten, bastelten wir oder waren auch mal in der Bibliothek oder im Park. Gegen 17.30-18 Uhr wird aber schon Abend gegessen, weshalb für große Ausflüge unter der Woche keine Zeit war. Die Kinder störte das aber nicht, gerne spielten die beiden einfach Zuhause mit ihren tollen Spielsachen und genossen die Ruhe nach der Kita. Oftmals kochte ich das Abendessen, da die Eltern um diese Uhrzeit immer noch arbeiteten. Nach dem gemeinsamen Abendessen war ich immer dafür zuständig, den Tisch abzuräumen und auch im Vorfeld zu decken und anschließend abzuspülen und die Spülmaschine einzuräumen. Dann zog ich den Kindern die Schlafanzüge an, die vor dem Schlafen gehen noch ein wenig Fernsehen schauen durften. Der gemeinsame Tag endete damit, dass ich den Kindern „Välling“ machte. Dies ist eine Art Milchpulvergetränk, welches in Schweden sehr verbreitet ist. Somit endete mein Tag gegen 18.30-19 Uhr. Das Ins-Bett-bringen übernahmen die Eltern und ich zog mich auf mein Zimmer zurück, wo ich dann gerne noch mit meiner Familie und Freunden telefonierte oder einfach Filme/Serien guckte. Am Wochenende hatte ich so gut wie immer frei und bekam ein Auto zur Verfügung, um zu machen, was ich wollte. Ich musste mich nicht an den Plan der Familie halten und durfte meine freie Zeit gestalten wie ich wollte. Natürlich kann es sein, dass man mal am Wochenende z.B abends auf die Kinder aufpassen und sie ins Bett bringen sollte, da die Gasteltern unterwegs waren. Dies wurde aber immer rechtzeitig angesprochen, so dass ich meine Wochenendgestaltung danach richten konnte.

Meine Freizeit

Meine Freizeit habe ich größtenteils mit anderen Au-pairs verbracht. Glücklicherweise waren die Gastfamilien sehr vernetzt untereinander und mir wurde der Kontakt zu anderen Au-pairs durch meine Gastmutter hergestellt. Es gibt natürlich auch unfassbare viele Foren oder WhatsApp- Gruppen, bei welchen man nach anderen Au-pairs, Farmhelfern oder Work and Travellern Ausschau halten kann. Die Schweden sind ein eher introvertiertes Volk, was es etwas schwerer macht, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, aber es ist definitiv möglich. Von anderen habe ich gehört, dass sie z.B Freunde im wöchentlichen Kunstkurs im Museum kennengelernt haben oder bei anderen Freizeitaktivitäten, wo eben nicht nur Ausländer dabei sind. Für mich und alle andern war es wirklich extrem wichtig, den Austausch zu Gleichaltrigen zu haben. Lustigerweise kamen auch alle anderen Au-pairs aus Deutschland, was ein unglaubliches Gefühl von Heimat gegeben hat, man konnte sich austauschen, wie es so bei den anderen Daheim funktioniert oder sich sonstige Tipps holen. Natürlich wurden wir über die Zeit auch Freunde und haben uns über private Sachen ausgetauscht. Es war wirklich sehr toll und auch wichtig, einfach am Wochenende mal mit Jugendlichen zu sein und aus dem Haus zu kommen und tolle Ausflüge zu machen. Wir haben unterschiedliche Sachen gemacht: mal sind wir essen gegangen, waren im Kino, in Cafés, Bars oder shoppen. Wir haben aber auch eine Elchsafari gemacht, sind an den See gefahren, haben traditionelle schwedische Feiertage mitgefeiert, waren übers Wochenende mehrmals in Stockholm oder haben andere Städte besucht, waren beim Nachbarschaftsgrillen, haben im Naturreservat gecampt, waren mit den Kindern im Tierpark, haben bei Ikea Mittag gegessen und noch viele weitere tolle Sachen gemacht. Die Liste an Dingen ist fast unendlich und auch ich bin unendlich dankbar, dort eine nun gute Freundin kenngelernt zu haben, die mir für jeden Rat zur Seite stand und mit der ich so großartige Ausflüge gemacht habe und das Land Schweden auf eine ganz besondere Weise kennlerne durfte. Und deshalb mein Tipp: nutz die Zeit, denn sie verfliegt schneller als man denkt. Oftmals bieten die Städte und Orte tollte Aktionen für junge Leute an, Flohmärkte, Festivals etc. Frag einfach deine Gasteltern, denn die leben dort meist schon eine lange Zeit und meine hatten für mich immer tollte Tipps, wo man an dem nächsten Wochenende hinkann.

Was habe ich mitgenommen

Aus diesen 9 Monaten habe ich unfassbar viel gelernt und mitgenommen. Mein Verantwortungsbewusstsein ist immens gewachsen, die Verantwortung für Kinder zu haben und auch das Vertrauen der Eltern zu bekommen, dass die Kinder in guten Händen sind, war sehr besonders und hat mir gezeigt, was ich alles kann. Ich habe die schwedische Kultur mit all ihren Feiertagen etc. sehr gut kennengelernt, besonders auch über die Sprache. Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, eine neue Sprache zu lernen und diese dann auch direkt anwenden zu können. Zu meiner Gastfamilie habe ich eine enge Verbindung aufgebaut und wurde immer eingebunden, egal ob bei Geburtstagen der Verwandtschaft oder Familienfeiern, ich durfte immer dabei sein. Noch heute halte ich Kontakt zu meiner Gastfamilie und wurde mit den Worten verabschiedet „immer in meiner 2.Familie in Schweden willkommen zu sein“. Dieser Zusammenhalt und die Freude und Erinnerungen durch die ganze Familie und Freunde haben dieses Au-pair Jahr zu etwas wirklich Besonderem gemacht. Ich würde mich jederzeit wieder für ein Au-pair entscheiden und kann es nur allen jungen Menschen empfehlen.

---

Vielen Dank dafür, dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen, Anina – und weiter alles Gute in der Zukunft für Sie!

Au-PairErfahrungsberichtProgrammreporter