
Deutsche Au-Pairs im Ausland – nach wie vor beliebt!
Ein wirklich sehr altes Sprichwort besagt: „Gehe in die Welt und rede mit jedem" – es enthält damit gleich mehrere gute Gründe dafür, ins Ausland zu reisen. Zum einen natürlich die Gelegenheit neue Bekanntschaften zu machen und andere Kulturkreise kennenzulernen, zum anderen aber auch eben eine andere Sprache zu lernen. In der Schule wird der Grundstein für Fremdsprachen gelegt, um sie jedoch wirklich gut sprechen zu können, muss man mit den Menschen des jeweiligen Sprachkreises kommunizieren – am Besten im Ausland und im alltäglichen Leben. Eine Au-Pair-Tätigkeit im Ausland ist dazu eine hervorragende Möglichkeit.
Wussten Sie, dass Deutschland im Au-Pair-Bereich das Entsenderland Nummer Eins ist? Man sollte es kaum glauben, vor allem vor dem Hintergrund, dass andere Länder wie z.B. China sehr viel größer sind. Dies ist aber nun schon seit Jahren so und die Anzahl derjenigen, die sich für ein Au-Pair-Programm entscheiden, steigt nach wie vor an.
Deutsche Au-Pairs bleiben mehrheitlich in Europa
Die USA und Großbritannien sind nach wie vor die beliebtesten Zielländer deutscher Au-Pairs, gefolgt von Frankreich, Spanien und Irland und das trotz der teilweise schwierigen, wirtschaftlichen Lage in diesen Ländern. In Gesprächen mit unseren potentiellen Au-Pairs stellen wir immer wieder fest, dass die meisten sich wohl darüber im Klaren sind, dass die Anzahl der möglichen Gastfamilien in einem von wirtschaftlichen Problemen betroffenen Land, etwas niedriger sein könnte. Ein anderer Punkt hingegen ist ihnen oftmals nicht wirklich bewusst: so entscheiden sich derzeit aus einem Land bei beispielsweise Spanien deutlich mehr junge Menschen für einen Au-Pair-Aufenthalt in England, als das früher der Fall war – einfach, weil sie keinen Job haben und diese Zeit dann sehr gut zum Spracherwerb nutzen können. Das heißt wiederum, dass die Gastfamilien in Großbritannien oder auch Irland sehr viel mehr Bewerber(innen) zur Auswahl haben. Wir raten unseren Programmteilnehmern/innen daher stets, ein wenig Zeit und Mühe in ihre Bewerbungsunterlagen, vor allem in den Brief und die Auswahl der Fotos sowie ihre Referenzen zu investieren – es lohnt sich durchaus. Deutsche Au-Pairs sind nach wie vor sehr beliebt – auch wenn es Ihnen vielleicht so vorkommt, als sei die eine oder andere Charaktereigenschaft, die uns im Allgemeinen zugeschrieben wird, vielleicht ein wenig „abgegriffen" – so sind dies genau die Dinge, die man im Ausland schätzt. :)

Auslandsaufenthalte während der weiteren Ausbildung
Bildungsexperten plädieren mit Blick auf die Globalisierung der deutschen Wirtschaft für Internationalisierungsstrategien. Es sei zunehmend ein „internationaler Habitus" im Sinne eines „Weltbürgertums" gefragt. So gehört für viele deutsche Studenten ein Jahr im Ausland fest zur Studienplanung. Laut einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) im Auftrag der Bundesregierung und des deutschen Studentenwerks (DSW) hatte fast jeder fünfte Student im Diplom- oder Magisterstudium (23 Prozent) und rund jeder sechste Anwärter auf ein Staatsexamen (18 Prozent) bereits im Ausland studiert oder ein Praktikum absolviert. Man geht davon aus, dass die Gruppe der international mobilen Studenten weiter wachsen wird – derzeit studieren rund 3,7 Millionen Menschen außerhalb ihrer Heimat und bis zum Jahr 2025 sollen es acht Millionen werden.
Aber auch bei Auszubildenden deutscher Unternehmen werden Auslandsaufenthalte immer beliebter. So haben nach Angaben des Bundesbildungsministeriums (BMBF) im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Azubis aus Deutschland im Rahmen des europäischen Leonardo-da-Vinci-Programms einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland gemacht. Auch hier stand Großbritannien an erster Stelle, anschließend dann Spanien, Frankreich und Italien.
Schließen möchte ich heute mit einem weiteren, alten und sehr bekannten Sprichwort: „Die Welt ist wie ein Buch. Wer nicht reist, hat nur eine Seite gelesen." Die Welt ist so vielseitig – wir leben nur in einem kleinen Teil und wer nicht den Mut oder die Flexibilität hat, diesen zu verlassen, wird andere Welten nicht kennenlernen.