
Erfahrungsbericht: Freiwilligenarbeit in Indien – Tanjas Reisebericht
Sie hat mehrere Wochen in Darjeeling als Freiwillige in einer Schule für benachteiligte Kinder gearbeitet. Zwischen Teegärten in den Hügeln des Himalayas, bunten Märkten und herzlichen Begegnungen hat sie nicht nur unterrichtet, sondern auch gelernt, wie viel Geduld und Offenheit bewirken können.
Tanja, 36 Jahre, wollte schon lange einmal für eine längere Zeit ins Ausland gehen, um etwas Sinnvolles zu tun und neue Kulturen kennenzulernen. Nach einigen Recherchen fiel ihre Wahl auf Indien – ein Land voller Kontraste, Farben und Geräusche.
Im Rahmen eines Freiwilligenprojekts unterstützte sie eine Schule für Kinder aus sozial benachteiligten Familien in Darjeeling, hoch oben in den grünen Hügeln des Himalayas.
„Eine meiner ersten und wichtigsten Erkenntnisse auf der Fahrt von Siliguri nach Darjeeling war: In Indien sollte man sich nie zu sehr entspannen. Nicht, weil es gefährlich ist – sondern weil man sonst die unglaublich vielen Eindrücke verpasst. Während wir auf einer kurvenreichen Bergstraße unterwegs waren, erlebte ich eine Mischung aus hupenden Jeeps, frei laufenden Hunden und Motorrädern, auf denen ganze Familien saßen. Unser Fahrer beruhigte mich immer wieder mit dem Satz: ‘Don’t worry, no problem.’ Und erstaunlicherweise hatte er recht – wir sind sicher angekommen.“
Das Leben vor Ort
In Darjeeling wurde Tanja herzlich in das Projekt eingeführt. Die Kinder empfingen sie mit neugierigen Blicken, scheuen Lächeln – und einem unerschütterlichen Willen, Englisch zu lernen.
„Ich musste schnell feststellen, dass meine Aufgaben nicht nur aus Unterricht bestanden. Ich wurde auch zur großen Schwester, Zuhörerin, Bastelpartnerin und Geschichtenerzählerin. Es ging nicht nur um Grammatik – es ging darum, den Kindern Mut zu machen, ihre Träume zu verfolgen, und ihnen zu zeigen, dass ihre Stimmen gehört werden.“

Kulturelle Begegnungen
Außerhalb der Schule lernte Tanja, wie tief verwurzelt Gemeinschaft und Gastfreundschaft in Indien sind. „Egal, ob ich in einem winzigen Teeladen oder auf einem geschäftigen Basar war – es dauerte nie lange, bis jemand ein Gespräch begann und mich zu einem Chai einlud. Diese Offenheit und Neugier haben mich tief beeindruckt.“
Herausforderungen
Nicht alles lief glatt. Die Höhenlage, die Geräuschkulisse und die für sie ungewohnten Hygienestandards forderten Tanja anfangs heraus.
„Es war nicht immer einfach – aber genau diese Herausforderungen haben mich wachsen lassen. Ich habe gelernt, flexibel zu sein, kreativ Lösungen zu finden und mich auf völlig neue Umstände einzustellen.“
Fazit
Nach ihrer Rückkehr ist Tanja überzeugt:
„Die Zeit in Indien hat nicht nur meinen Blick auf die Welt verändert, sondern auch auf mich selbst. Ich habe gelernt, dass man mit Geduld, Offenheit und einem Lächeln mehr erreichen kann, als man denkt. Und dieser Satz unseres Fahrers wird wohl immer in meinem Kopf bleiben: ‘Don’t worry, no problem.’“
Wenn Sie wie Tanja eine prägende Zeit in Indien erleben möchten, finden Sie hier alle Infos zu unseren Projekten.