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Erfahrungsbericht Au-Pair in Italien

„Der erste große Flugversuch“ – Erfahrungsbericht als Au-Pair in Italien

Kulturist·31. Juli 2014

Wir bitten unsere Au-Pairs gegen Ende ihres Auslandsaufenthaltes meist darum, uns in ein paar Sätzen wissen zu lassen, wie es ihnen ergangen ist, was diese Zeit im Ausland für sie persönlich bedeutet hat. Vergangene Woche haben wir der Bericht von Sophie erhalten, die ein knappes Jahr als Au-Pair in Italien, genauer gesagt in Rom, war.. Dieser Text hat uns so berührt, dass wir sie darum baten, ihn an dieser Stelle veröffentlichen zu dürfen, denn wir finden, jede/r, die/der einen Au-Pair-Aufenthalt plant, sollte das lesen:

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Für mich war das Au Pair-Jahr bedeutend, da ich wahnsinnig viele verschiedene Dinge in Bezug auf Zusammenleben, Haushaltsführung, Lernen, Lebenseinstellung und Alltagsorganisation gelernt habe. In der Schule erfährt man, wie man rechnet und schreibt, aber nirgendwo lernt man, wie man lebt und wie man leben möchte und genau das erfährt man in diesem Jahr.

Durch das Abi bedingt bin ich selten dazu gekommen im Haushalt effektiv mitzuwirken z. B. hätte ich nie so viel bügeln können, aber diese Erfahrung hat mich optimal darauf vorbereitet selbstständig und unabhängig zu leben, mir davor auch etwas die Angst genommen. Die Angst Wegzugehen, um woanders zu studieren beispielsweise, die Angst sich selbst etwas aufzubauen, die letzten Ängste, die einen bewegen, wenn man das „Nest“  verlässt. Man weiß oft nicht, wohin man fliegen möchte, wenn man es endlich kann und wer Freund und Feind ist. Die meisten flattern wild darauf los, gehen zur Uni, studieren, was ihnen gerade einfällt, um sich letztendlich vielleicht doch nur zu verirren oder sogar abzustürzen?! Diese zehn Monate waren wie eine kurze Pause auf dem Nestrand, wo man die ganze Landschaft überblicken konnte, sich in Ruhe klar werden konnte, was man will und sich selbst, seine Ziele und Einstellungen, ohne dass man intensiv nachdachte, reflektierte. Jetzt ist die Zeit für mich gekommen auch meine Flügel auszustrecken, aber ich weiß, wohin ich schwirren möchte und was ich selbst von mir erwarten kann und auch, dass man an seinen Aufgaben wachsen kann. Man muss nur die Fantasie haben seine Grenzen zu überschreiten, darf nicht an zu großen Befürchtungen scheitern, muss sich Steinen, die sich in den Weg legen, stellen oder manchmal auch einfach nur drüber springen. Dann erreicht man sein Ziel auch und man wird sehr stolz auf sich sein, wenn man es geschafft hat.

Wegzugehen, eine Reise anzutreten, die man ganz alleine bestreiten muss, macht einem bewusst, was wichtig ist im Leben, was man möchte und wofür es sich lohnt Energie und Zeit zu investieren. Es ist ein Schritt weg von allem, aber auch einer hin zu einem selbst. Man lernt so viele faszinierende Menschen aus aller Welt kennen, die einem neue Ideen für sich selbst geben, allerdings ist die interessanteste Person, der man begegnen wird, man selbst.

Vielleicht vermuten manche von euch, dass man seinen Kopf als Au Pair gar nicht anstrengen muss, dass man intellektuell nicht herausgefordert wird. Das ist falsch! Schon allein eine komplett neue Fremdsprache zu lernen und auch zu verstehen, warum es so heißen muss und nicht anders, kann einen an unbekannte Grenzen treiben. Versprechen kann ich nur, dass euch euer Gehirn den Atem rauben wird, wenn ihr plötzlich sogar in dieser neuen Sprache denkt!

Eindrücke Au-Pair in Rom, Italien - Erfahrungsbericht

Meine Gastfamilie hat einen großen Wert auf andere Sprachen gelegt, sodass es alltäglich war Deutsch, Italienisch, Englisch und Französisch anzuwenden. Unsere Haushälterinnen bereicherten die Sprachvielfalt mit Rumänisch, Russisch und Moldawisch. Schon allein diese Mannigfaltigkeit inspirierte mich. Jedoch sind es nicht einfach nur Worte und Sätze, sondern eine komplette Kultur, die sich hinter jeder Sprache verbirgt. Andere Sitten, andere Ausdrucksformen, andere Gewohnheiten, ich spreche z. B. auch davon, wie unterschiedlich man eine Paprika schneiden und zubereiten kann. Unglaublich! Habt ihr darüber schon mal nachgedacht? Es ist in jedem Fall Horizont erweiternd. Die neuen Möglichkeiten, die sich bedingt durch die Bandbreite der Kulturen ergeben, verleihen einem neue Flügel. Vielleicht kann man sich die Erfahrung vorstellen wie eine Sachaufgabe in der Mathematik. Jeder  geht sie anders an, nimmt den Weg, den er gelernt hat. In Deutschland gäbe es jedoch nur einen Lösungsweg. In Italien einen anderen, in Moldawien wieder einen anderen. Aber eben immer nur einen. Dadurch, dass man sich austauscht und sich durch Geduld, Toleranz und Offenheit aufeinander einlässt, erfährt man die Lösungswege der anderen, die einem eventuell einen einfacheren, für einen selbst verständlicheren Ansatz bieten. Einen, der einen glücklicher macht. Oder aber man entdeckt zusammen einen ganz Neuen.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass Au Pair eine wunderbare Möglichkeit ist Luft zwischen Schule und Studium zu holen. Denn gerade am Anfang, wenn man das erste Mal am Rand des Nestes steht und noch unsicher ist, kann man auch noch einmal zurückblicken und sich in die Arme einer Familie fallen lassen.

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Vielen Dank noch einmal für diese Zeilen, Sophie. Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg!

Au-PairErfahrungsbericht