
Sommer-Au-Pair – was genau ist das?
Es handelt sich hierbei meist Abiturienten/innen, die bereits ab dem kommenden Wintersemester anfangen wollen zu studieren, oder auch Studenten/innen, die ihre Semesterferien auf diese Weise nutzen möchten.
Gibt es Unterschiede zum „normalen“ Au-Pair-Programm?
Nicht wirklich – die Aufgaben sind im Prinzip die gleichen. Es geht auch hier in erster Linie um die Mithilfe bei der Kinderbetreuung und bei leichten Hausarbeiten. Sowohl die Mithilfezeit, als auch das Taschengeld, welches Sie von Ihrer Gastfamilie erhalten werden, wird bereits im Voraus festgelegt. Schwierig ist zuweilen der Besuch eines Sprachkurses für einen Aufenthalt für ca. drei Monaten, da das in aller Regel eben im Sommer stattfindet, haben die Sprachschulen in der Region u.U. Sommerferien. Auch ist es häufig so, dass Gastfamilien (vor allem in Spanien, Italien und Frankreich) innerhalb des Landes in den Urlaub fahren und ihr Sommer-Au-Pair mitnehmen – was ja an sich auch sehr schön ist. Zu bedenken ist dabei lediglich, dass es schon etwas anderes ist, mit der Gastfamilie im Urlaub zu sein, als an deren gewöhnlichen Wohnort. Zum einen sind eben immer alle Familienmitglieder anwesend und zum anderen kann es auch sein, dass man etwas beengter wohnt, als das zu Hause der Fall sein sollte. Ein großer Vorteil hingegen ist es, dass Sie so zwei verschiedene Regionen Ihres Gastlandes erkunden können.
Warum suchen Gastfamilien Sommer-Au-Pairs
Vielerorts sind die Schul-Sommerferien einfach zu lang, um sie mit dem eigenen Urlaub abzudecken. So hat man in Frankreich knapp 8 Wochen, in Spanien rund 10 Wochen und in Italien bis zu 12 Wochen Sommerferien. Wenn dann die üblichen Betreuungseinrichtungen ebenfalls Ferien haben, nehmen Familien gerne ein sog. Sommer-Au-Pair auf, um Betreuungsengpässe zu überbrücken.

In welche Länder kann man als Sommer-Au-Pair gehen?
Spanien und Italien sind klassische Länder für dieses Programm. Aber auch in Frankreich gibt es durchaus Gastfamilien, die Au-Pairs für einen kurzen Zeitraum im Sommer suchen. In England ist es eher schwierig, in Irland bestehen allerdings Möglichkeiten, für rund drei Monate eine nette Familie zu finden.
Wie frühzeitig bzw. kurzfristig sollte man sich bewerben?
Prinzipiell empfiehlt es sich schon sich einige Monate im Voraus zu bewerben, beispielsweise im Frühjahr. Allerdings sollten Sie damit rechnen, dass gerade diese Platzierungen sich auch sehr kurzfristig – quasi von einer Woche zur nächsten – ergeben können, denn gerade zu dieser Jahreszeit ergeben sich nun mal auch plötzliche Lücken in der üblichen Kinderbetreuung. Auch sollten Sie bedenken, dass es eigentlich immer mehr Au-Pairs gibt, die für den Sommer eine Gastfamilie suchen, als es umgekehrt Gastfamilien gibt, die ein Au-Pair für eine so kurze Zeit benötigen. Planen Sie deswegen lieber ein bisschen langfristiger und investieren Sie auch ein wenig Zeit und Sorgfalt in Ihre Bewerbung, um Ihre Vermittlungschancen zu erhöhen.
Sofern Sie also gerne mit Kindern arbeiten, ein anderes Land und seine Menschen kennenlernen und Ihre Sprachkenntnisse vertiefen möchten, ist ein Auslandsaufenthalt als Sommer-Au-Pair sicherlich ein toller „Sommer-Job“!