
Elefanten-Schutzprojekt
Das Elefanten-Schutzprojekt widmet sich dem Schutz der freilebenden Wüstenelefanten Namibias und einem friedlichen Zusammenleben mit den lokalen Gemeinden. Da die Tiere – besonders in Zeiten extremer Dürre – auf der Suche nach Wasser häufig Wasserquellen zerstören, kommt es immer wieder zu Konflikten. Elefanten können bis zu 160 Liter Wasser am Tag trinken und verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn – sie wittern Wasser über große Entfernungen hinweg. Aus Not beschädigen sie oft Wassertanks und Leitungen, was die Wasserversorgung der Dorfgemeinschaften gefährdet.
Seit 2003 baut das Projekt gemeinsam mit lokalen Gemeinden und Freiwilligen Schutzmauern, die die Wasserinfrastruktur sichern, den Tieren aber weiterhin Zugang zu Wasser ermöglichen. Über 220 solcher Mauern wurden bereits errichtet – mit Unterstützung von mehr als 3.500 Freiwilligen. Neben den Bauarbeiten leistest du auch Patrouillenfahrten, überprüfst bestehende Schutzmaßnahmen und dokumentierst die Bewegungen der Elefantenherden (z. B. GPS-Daten, Gesundheitszustand, Identifikation). Diese Informationen helfen, Konfliktzonen zu erkennen und langfristige Lösungen zu entwickeln.
Das Projekt befindet sich im Damaraland, einer weitläufigen, dünn besiedelten Region, die als Zufluchtsort für zahlreiche wüstenangepasste Wildtiere gilt – darunter Spitzmaulnashörner, wüstenangepasste Löwen, Wüstengiraffen, Leoparden, Hyänen, Springböcke und viele mehr. Als Freiwillige:r erlebst du aktiven Naturschutz hautnah und leistest einen direkten Beitrag dazu, das langfristige Überleben der Wüstenelefanten zu sichern.
- Errichtung von stabilen Schutzmauern rund um ländliche Wasserstellen
- Beobachtung von Elefanten und Datenerhebung
- Engagement im Naturschutz
- Interaktion mit den lokalen Gemeinschaften
Tag 1 – Swakopmund: Ankunft bis spätestens 17:00 Uhr (Sonntag). Um 18:30 Uhr verpflichtendes Einführungstreffen. Erste Nacht in Swakopmund.
Tag 2 – Swakopmund bis Base Camp: Montagmittag (ca. 12:00 Uhr) Abfahrt ins Base Camp in Damaraland (ca. 4 Stunden). Nach dem Auspacken hilft die Gruppe bei der Zubereitung des Abendessens.
Tag 3–6 – Bauwoche: Dienstagvormittag Packen der Ausrüstung. Aufbau des Lagers an der Baustelle. Tägliche Bauarbeiten mit frühem Start, langer Mittagspause und Arbeit bis zum Abendessen.
Tag 7 – Base Camp: Samstagmorgen Abbau des Camps und Rückkehr ins Base Camp.
Tag 8 – Uis: Sonntag Fahrt nach Uis zum Einkaufen, Entspannungstag in einer Lodge mit Pool, Restaurant und WLAN. Abends Rückkehr ins Base Camp und Briefing zur Patrouillenwoche.
Tag 9–12 – Elefanten-Patrouillenwoche: Begleitung der Fährtenleser:innen, GPS-Tracking, Datensammlung, ggf. Sammeln von Elefantendung für die Forschung. Übernachtungen unter freiem Himmel an wechselnden Orten. Donnerstag Rückkehr ins Base Camp.
Tag 13 – Rückkehr nach Swakopmund: Freitag Verabschiedung vom Base Camp, Rückfahrt nach Swakopmund für die letzte Nacht. Freiwillige, die zwei weitere Wochen bleiben, fahren am Montag mit einer neuen Gruppe erneut ins Base Camp.
- Interesse am Natur- und Tierschutz
- Volljährigkeit
- Integrationsfähigkeit
- gute Englischkenntnisse
- körperliche Belastbarkeit für Bau- und Camp-Arbeiten

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Etosha-Nationalpark
Der Etosha-Nationalpark ist mit 22.935 km² eines der bedeutendsten Schutzgebiete des Landes. Die Artenvielfalt im Nationalpark ist beeindruckend. Der dicht bewachsene Teil des Parks ist das Zuhause von Elefanten, den vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörnern und Leoparden. Löwen tarnen sich im goldgelben Gras, während Giraffen elegant und gut erkennbar durch die trockene Vegetation schreiten.
Der Name „Etosha“ stammt aus dem Oshivambo und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“. Durch langsames Austrocknen entstand im Nationalpark die Etosha-Pfanne; es wird angenommen, dass sich die Pfanne vor ca. 100 Millionen Jahren gebildet hat. Vor ca. 16.000 Jahren floss der Kunene-Fluss in Angola bis nach Etosha und bildete so für einige Zeit einen riesigen tiefen See. Aufgrund von tektonischen Plattenbewegungen änderte sich der Verlauf des Flusses Richtung Atlantik – das führte zum langsamen Austrocknen des Sees, bis schließlich eine Salzpfanne zurückblieb. Nach starken Regenfällen zieht die mit Wasser gefüllte Pfanne eine Schar von Flamingos und viele Zugvögel an – mehr als 340 verschiedene Arten wurden im Nationalpark gezählt. Man kann die Pfanne sogar aus dem Weltraum sehen.

Windhoek
Windhoek ist seit 1992 die Hauptstadt Namibias sowie Dreh- und Angelpunkt eines jeden Reisenden des Landes. Die Stadt liegt in einem Talkessel in 1.600 m Höhe – umgeben von Bergen. Neben der modernen Skyline der Innenstadt ist Windhoek vor allem durch die deutsche Kolonialarchitektur geprägt. Rund um die Independence Avenue befinden sich heute noch kleine Häuschen im wilhelminischen Stil, der manchmal hinter großflächigen Werbeschildern zu verschwinden droht. Der Name Windhoek ist Afrikaans und leitet sich von „Windecke“ oder „windige Ecke“ ab.

Damaraland und das UNESCO-Welterbe Twyfelfontein
Im Nordwesten Namibias liegt die Region Damaraland, die gleich mehrere besondere Landschaften und Sehenswürdigkeiten Namibias vereint: die Granitlandschaften von Brandberg und Spitzkoppe, rote Basaltberge, ausgedehnte, dürre Ebenen und viele verlassene Berglandschaften, Canyons und Ebenen. Teil des Damaralands ist auch die UNESCO-Weltkulturstätte Twyfelfontein. Sie ist gleichzeitig Quelle und Tal und berühmt für ihre gut erhaltenen Felsgravuren. Die schätzungsweise rund 1.000 bis 10.000 Jahre alten Kunstwerke zeigen Tiere, Jagdszenen und spirituelle Symbole, die in der Geschichte der Region verwurzelt sind. Twyfelfontein bedeutet übersetzt übrigens „zweifelhafte Quelle“ oder auch „Quelle des Zweifels“.
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