
Wildlife Conservation
Dieses eindrucksvolle Naturschutzprojekt liegt auf einem 3.200 Hektar großen Reservat nahe Windhoek (ca. 45 Minuten Fahrt) und bietet verletzten und verwaisten Wildtieren Afrikas ein sicheres Zuhause. Ziel ist es, die Tiere – sofern möglich – langfristig wieder auszuwildern. Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz aus Schutz, Forschung, Bildung und Gemeinwohl. Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können, bleiben in der Auffangstation und werden dort artgerecht versorgt.
Als Freiwillige:r hilfst du bei der täglichen Pflege, Fütterung und Beschäftigung der Tiere sowie bei der Reinigung und Instandhaltung der Gehege. Auf dem angrenzenden Naturreservat unterstützt du außerdem Tierbeobachtungen, Spurensuche, Wildzählungen und kleinere Projekte vor Ort. Zu den dort lebenden Tieren gehören u. a. Löwen, Leoparden, Geparden, Wildhunde, Nashörner, Elefanten, Paviane, Erdmännchen, Warzenschweine sowie Haustiere wie Esel, Schafe oder Ziegen. Direkter Kontakt zu den Tieren findet nur statt, wenn es aus Tierschutzsicht erforderlich ist – etwa bei medizinischer Versorgung oder Fütterung.
Ein besonderes Anliegen des Projekts ist die Unterstützung der San-Gemeinschaft, einer marginalisierten Bevölkerungsgruppe. Sie erhalten Zugang zu Bildung, Beschäftigung, Unterkunft und Gesundheitsversorgung; seit 2009 betreibt das Projekt zudem eine eigene Grundschule für die Kinder der Mitarbeitenden. Unter dem Leitsatz „Conservation Through Innovation“ setzt sich das Projekt für nachhaltige Lösungen und aktiven Artenschutz ein – getragen von freiwilligem Engagement und Spenden.
- Futterzubereitung und Tierfütterung
- Versorgung von Kleintieren im Sanctuary und Raubtieren in Außengehegen
- Pflege und Betreuung: Reinigung von Gehegen, intensive Betreuung verwaister Wildtiere, Beobachtung von Gepardenläufen
- Projektarbeiten und Instandhaltung: Bau und Reparatur von Gehegen, Wegepflege, Zaunreparaturen
- Arbeiten im Reservat: Monitoring geschützter Arten, Spurensuche mit erfahrenen Rangern, „Rhino Rangers Lite“ (Übernachtung im Busch)
- Wildzählungen (teilweise zu Pferd; Pflege der Reitpferde)
- Mensch-Wildtier-Konfliktmanagement (Unterstützung bei Bedarf)
- Soziale Projekte: Mithilfe bei Aktivitäten mit Kindern der projektinternen Grundschule (i. d. R. 1 Nachmittag pro Woche)
Montag bis Samstag
- 07:00 – 08:00 Frühstück und morgendliches Team-Meeting
- ab 08:00 praktische Arbeit und Aktivitäten
- 13:00 – 14:30 Mittagessen und Nachmittagsbesprechung
- ab 14:30 weitere praktische Arbeit und Aktivitäten
- 17:00 Arbeitsende
- 18:00 Abendessen
Am Wochenende ist der Arbeitsplan reduziert. Samstagnachmittage sind häufig mit Teamaktivitäten gefüllt (freiwillig), gefolgt von einem gemeinsamen Braai (südafrikanisches Barbecue). Der Sonntag ist größtenteils frei – optional kannst du an Mittagessen in der Lodge oder an einem Ausflug nach Windhoek teilnehmen (gegen Aufpreis, begrenzte Plätze).
Für die Einreise nach Namibia benötigst du einen Reisepass sowie ein Touristenvisum. Dieses Visum kann bei der Einreise (visa-on-arrival) beantragt werden und kostet ca. 80 €. Ankunftstag ist samstags, Abreisetag sonntags. Steckdosen in Namibia haben drei große runde Pins (wie in Südafrika) – ein Adapter ist erforderlich.
- Interesse am Natur- und Tierschutz
- Volljährigkeit
- Integrationsfähigkeit
- gute Englischkenntnisse

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Sehenswürdigkeiten in Namibia
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Etosha-Nationalpark
Der Etosha-Nationalpark ist mit 22.935 km² eines der bedeutendsten Schutzgebiete des Landes. Die Artenvielfalt im Nationalpark ist beeindruckend. Der dicht bewachsene Teil des Parks ist das Zuhause von Elefanten, den vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörnern und Leoparden. Löwen tarnen sich im goldgelben Gras, während Giraffen elegant und gut erkennbar durch die trockene Vegetation schreiten.
Der Name „Etosha“ stammt aus dem Oshivambo und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“. Durch langsames Austrocknen entstand im Nationalpark die Etosha-Pfanne; es wird angenommen, dass sich die Pfanne vor ca. 100 Millionen Jahren gebildet hat. Vor ca. 16.000 Jahren floss der Kunene-Fluss in Angola bis nach Etosha und bildete so für einige Zeit einen riesigen tiefen See. Aufgrund von tektonischen Plattenbewegungen änderte sich der Verlauf des Flusses Richtung Atlantik – das führte zum langsamen Austrocknen des Sees, bis schließlich eine Salzpfanne zurückblieb. Nach starken Regenfällen zieht die mit Wasser gefüllte Pfanne eine Schar von Flamingos und viele Zugvögel an – mehr als 340 verschiedene Arten wurden im Nationalpark gezählt. Man kann die Pfanne sogar aus dem Weltraum sehen.

Windhoek
Windhoek ist seit 1992 die Hauptstadt Namibias sowie Dreh- und Angelpunkt eines jeden Reisenden des Landes. Die Stadt liegt in einem Talkessel in 1.600 m Höhe – umgeben von Bergen. Neben der modernen Skyline der Innenstadt ist Windhoek vor allem durch die deutsche Kolonialarchitektur geprägt. Rund um die Independence Avenue befinden sich heute noch kleine Häuschen im wilhelminischen Stil, der manchmal hinter großflächigen Werbeschildern zu verschwinden droht. Der Name Windhoek ist Afrikaans und leitet sich von „Windecke“ oder „windige Ecke“ ab.

Damaraland und das UNESCO-Welterbe Twyfelfontein
Im Nordwesten Namibias liegt die Region Damaraland, die gleich mehrere besondere Landschaften und Sehenswürdigkeiten Namibias vereint: die Granitlandschaften von Brandberg und Spitzkoppe, rote Basaltberge, ausgedehnte, dürre Ebenen und viele verlassene Berglandschaften, Canyons und Ebenen. Teil des Damaralands ist auch die UNESCO-Weltkulturstätte Twyfelfontein. Sie ist gleichzeitig Quelle und Tal und berühmt für ihre gut erhaltenen Felsgravuren. Die schätzungsweise rund 1.000 bis 10.000 Jahre alten Kunstwerke zeigen Tiere, Jagdszenen und spirituelle Symbole, die in der Geschichte der Region verwurzelt sind. Twyfelfontein bedeutet übersetzt übrigens „zweifelhafte Quelle“ oder auch „Quelle des Zweifels“.
Vor Ort
Eindrücke
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