
Bau- und Entwicklungsprojekt
Ländliche Gemeinden in Uganda bekommen oftmals leider nur wenig Unterstützung von Seiten des Staats bezüglich ihrer Entwicklung und der Instandhaltung ihrer Infrastruktur. Die Familien in den Dörfern bauen ihre Lebensmittel zum größten Teil selbst an, doch die Ernte ist oftmals nicht ausreichend, um die Menschen angemessen zu ernähren. Sowohl die Knappheit der Nahrungsmittel selbst als auch ein Mangel an Nährstoffen sind hierbei die größten Probleme. Die Bereitstellung ausreichender Mengen an Nahrungsmitteln nimmt im Leben der Dorfbewohner einen zentralen Stellenwert ein, und oft bleibt ihnen keine Zeit, sich neben dieser Arbeit um andere Dinge zu kümmern.
Öffentliche Institutionen der Dörfer, wie Kindertagesstätten, Schulen, Kirchen oder ärztliche Einrichtungen, werden vom Staat nicht ausreichend gefördert und finanziell unterstützt. Dies hat zur Folge, dass die Gebäude und ihre Inneneinrichtung zum Teil marode sind, langsam verfallen und somit nicht wirklich genutzt werden können.
In diesem Projekt hilfst du beim Bau und der Renovierung öffentlicher Gebäude mit. Deine Aufgaben richten sich dabei nach der aktuellen Bedürfnislage der Dorfbewohner und der Infrastruktur. Nicht nur die Gebäude selbst, sondern auch Elemente wie Wassertanks, Sanitäranlagen und Gegenstände der Inneneinrichtungen müssen hergestellt oder repariert werden. Neben dieser Arbeit erhältst du auch die Möglichkeit, dich an einem Ernährungsprojekt für die Kinder vor Ort zu beteiligen und deine Hilfe einzubringen.
- du unterstützt die Bewohner bei der Entwicklung und Instandhaltung ihres Dorfes
- du hilfst dabei, die lokalen Lebensumstände zu verbessern
- du betreibst einen kulturellen Austausch mit den Dorfbewohnern, von dem beide Seiten profitieren
Das Programm findet von Montag bis Freitag statt, und du hilfst 4–5 Stunden pro Tag bei den Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen mit.
Ein typischer Tag beginnt mit einem Frühstück in der Freiwilligenunterkunft, danach begibst du dich zu deinem Projekt und verbringst dort den Vormittag. Nach einer Mittagspause folgt eine zweite, etwas kürzere Arbeitseinheit, und am Nachmittag bleibt dir noch genügend Freizeit für deine eigenen Interessen und Aktivitäten. Selbstverständlich wird auch ein Abendessen angeboten.
Am ersten Tag der Projektteilnahme findet für die Freiwilligen aller Projekte eine Einweisung und Orientierung statt. Diese beinhaltet die Vorstellung der einzelnen Projekte vor Ort, eine kurze Einführung in Kultur und Tradition Ugandas, die Erläuterung der Regeln und Abläufe sowie die Beantwortung offener Fragen.
Solltest du ausreichend Zeit zur Verfügung haben, empfiehlt es sich, als Einstieg in dein Projekt an der angebotenen Kulturwoche teilzunehmen. Hier lernst du vorab die wichtigsten Aspekte der Kultur in Uganda kennen, unternimmst kleine Ausflüge und triffst andere Freiwillige der einzelnen Projekte. Die Projektkoordinatoren wohnen in direkter Umgebung der Freiwilligencamps und sind rund um die Uhr ansprechbar.
- Volljährigkeit
- Integrationsfähigkeit
- grundlegende Englischkenntnisse

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Bwindi Impenetrable National Park / Berggorillas
Uganda ist berühmt für seine Berggorillas, von denen es weltweit nur noch weniger als 1000 Stück gibt, und ein Besuch dieser beeindruckenden Tiere gehört zu den beliebtesten Aktivitäten bei Touristen. Der Bwindi Impenetrable National Park, der 1994 auf die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes gesetzt wurde, ist eine der von Menschenhand eingerichteten Schutzzonen für die vom Aussterben bedrohten Berggorillas. 340 von den vielleicht 800 auf der Welt noch lebenden Gorillas haben hier auf 320 km² eine sichere Heimstatt gefunden. Rund 200 Baumarten und allein 100 Farnarten gedeihen hier, es ist feucht und matschig, der Aufstieg in den Wäldern zum Teil steil. Die Berggorillas sind an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt. Rund eine Stunde darf man unter Aufsicht eines Führers mit den Tieren verbringen, sich ihnen aber nicht auf weniger als 7 Meter nähern und sich ruhig und entspannt bewegen. Neben dem Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark im Südwesten ist der Mgahinga Gorilla Nationalpark im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo ein weiteres Naturschutzgebiet, in dem Berggorillas leben. Dort gibt es jedoch nur eine Gruppe von Berggorillas, die besucht werden kann und der Park ist daher weniger frequentiert als der Bwindi Impenetrable Park.

Murchison Falls Nationalpark
Der Murchison Falls Nationalpark ist mit einer Fläche von 3840 Quadratkilometern der größte Wildtierpark in Uganda. 1952 wurde der Park geschaffen, um die tierreiche Savannenlandschaft an den Murchison-Fällen des Viktoria-Nils zu schützen. Die namensgebenden Murchisonsfälle liegen im Westteil des Parks und stürzen an dieser Stelle, durch eine 7 Meter breite Schlucht, 43 Meter in die Tiefe. Während einer Bootstour zum Fuß des Murchison Falls können Nilpferde, Krokodile und vielfältige Wasservögel am Flussufer beobachtet werden. Offenes Grasland und verbuschende Savannen- und Hügellandschaften sowie Sümpfe durchziehen den Park. Der Nil teilt den Park in zwei Abschnitte. In dem südlichen, etwas tierärmeren Teil befindet sich der feuchttropische Rabongo-Forest mit seinen zahlreichen Eisenbäumen. Der kleinere, nördliche Teil beherbergt einen größeren Tierbestand und ist geeignet für erlebnisreiche Game Drives. Der Park lässt sich mit Allradfahrzeugen auch während der Regenzeit erreichen, ist dann aber nur eingeschränkt befahrbar. Die besten Zeiten für einen Parkbesuch sind daher die trockenen Monate Juni bis September oder Dezember bis März.

Ngamba Island Chimpanzee Sanctuary
Eine Heimstatt für verwaiste oder verletzte Schimpansen kümmert sich auf einer rund 40 Hektar großen Insel im Victoria-See, rund 20 km vor Entebbe, um ein halbes Hundert Primaten, geleitet von einheimischen NGOs und unterstützt von internationalen Organisationen. Das Ngamba Island Chimpanzee Sanctuary, auf der größtenteils mit Regenwald bedeckten Insel, wurde bereits 1998 gegründet und bietet ein gut ausgestattetes Besucherzentrum und fachkundige Führer, welche die Gäste zu den Tieren begleiten und dabei viel Wissenswertes zu berichten haben. Viele der Tiere stammen aus illegalem Handel und können nicht wieder ausgewildert werden, da sie von ihren wilden Artgenossen beim Betreten fremder Reviere abgelehnt, vertrieben oder gar verletzt und getötet würden. Abgesehen von den Schimpansen kannst du auf Ngamba Island auch Flusspferde, Fischotter, Nilwarane, Schreiseeadler und eine Vielzahl anderer Wasservögel beobachten. Auf der Insel gibt es in der Ngamba Eco-Lodge auch Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste.
Vor Ort
Eindrücke
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