
Unterrichtsprojekt
Höhere Bildung wird in Madagaskar nur in den Sprachen Französisch und Madagassisch vermittelt. Es ist jedoch für die Kinder und Jugendlichen von großem Vorteil, auch frühzeitig Englischkenntnisse zu erwerben, denn Nosy Be ist ein beliebtes Ziel für Reisende aus aller Welt, und die Tourismusbranche ist somit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Die meisten Menschen in Madagaskar können es sich aufgrund ihres geringen Einkommens nicht leisten, andere Länder zu bereisen, und in den kleinen Dörfern auf Nosy Be gibt es für sie kaum eine Chance auf Kontakt mit der Außenwelt. Du als Freiwillige:r ermöglichst es den Schülern, eine Beziehung zu jemandem mit einem anderen Herkunftsland und einer für sie fremden Kultur aufzubauen. Auch die ortsansässigen Lehrer können durch deine Programmteilnahme neue und aktuelle Lehrmethoden und -techniken von dir lernen.
Du unterrichtest Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen (zwischen 5 und 17 Jahren) mit unterschiedlichen Voraussetzungen und bist herzlich eingeladen, deine eigenen Unterrichtsmaterialien und -methoden im Unterricht anzuwenden. Du kannst die vorhandenen Lehrbücher als Hilfsmittel verwenden und die Kinder zusätzlich durch Konversation und gesprochenes Englisch unterrichten. Zum Lehrplan gehören verschiedene Fächer wie Mathematik, Geschichte, Wissenschaft, Geografie, Computer, Technik, Musik, Kunst und Handwerk, und je nach Wissensstand und Vorkenntnissen darfst du den Unterricht dieser Fächer mitgestalten. Es ist von Vorteil, wenn du bereits ein wenig Unterrichtserfahrung mitbringst, eine fachliche Ausbildung als Lehrkraft oder Pädagoge ist jedoch nicht nötig.
Das Programm findet von Montag bis Freitag statt, die Wochenenden stehen dir zur freien Verfügung. Der Unterricht findet vormittags und auch am Nachmittag statt. Eine Mittagspause steht selbstverständlich zur Verfügung. Die Schule ist das ganze Jahr geöffnet.
Bitte beachte, dass sich der Programmablauf entsprechend den Wetterbedingungen und anderen unvorhergesehenen Umständen jederzeit ändern kann – insbesondere treten von Januar bis April auf Madagaskar verstärkt Zyklone auf.
- du unterstützt die Arbeit der Lehrkräfte vor Ort
- du sammelst Unterrichtserfahrung und bringst sie ein
- du betreibst Erfahrungsaustausch mit den Einheimischen und Lehrer:innen
- du hilfst dabei, Lehrpläne zu entwickeln
- Integrationsfähigkeit
- gute Englischkenntnisse
- Minderjährige benötigen das Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten
- Personen ab dem 66. Lebensjahr benötigen eine ärztliche Gesundheitsbescheinigung

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Sehenswürdigkeiten in Madagaskar
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Baobab Allee
Die Allee der Baobab ist eine Baumgruppe, die auf einer Länge von nur etwa 250 Metern die Straße zwischen Morondava und Belon’i Tsiribihina im Westen Madagaskars säumt. Dies ist einer der berühmtesten Wälder auf Madagaskar - einige der Bäume (Adansonia grandidieri) sind mehr als 800 Jahre alt und erreichen eine Höhe von über 30 Metern. Sehr beliebt sind hier die „Les Baobabs Amoureux“, zwei Bäume die miteinander verflochten sind und welche, der Legende nach, zu Fruchtbarkeit verhelfen sollen. Ursprünglich standen die Baobab nicht isoliert in der Landschaft, sondern in einem dichten tropischen Regenwald. Im Laufe der Jahre wurden die Wälder für die Landwirtschaft abgeholzt und nur die berühmten Baobabbäume blieben zurück. Seit dem Jahr 2005 steht das etwa 3,2 Quadratkilometer große Gebiet unter Schutz. Mit Hilfe einer kleinen Baumschule soll nach und nach wieder aufgeforstet werden, die jungen Setzlinge werden mit kleinen Zäunen umgeben. Derzeit finden sich dort rund 330 Affenbrotbäume.

Montagne d´Ambre
Der Nationalpark Montagne d´Ambre liegt im Norden von Madagaskar, etwa 30km von Antsiranana entfernt. Er streckt sich auf einem Gebiet von rund 180 Quadratkilometern über ein Bergmassiv vulkanischen Ursprungs. Gegründet wurde er bereits im Jahr 1958, er ist der älteste Nationalpark des Landes. Der Montagne d´Ambre gehört zu den artenreichsten Regenwäldern des Landes. Es befinden sich darin sechs Vulkanseen und drei Wasserfälle – er ist ein Paradies für viele seltene Tier- und Pflanzenarten, die nirgendwo sonst vorkommen. Außerdem gibt es über 1000 verschiedene Pflanzenarten, darunter seltene Orchideen, Farne und Palmen. Weiter beherbergt der Park etwa 25 Säugetierspezies, rund 75 Vogelarten, knapp 60 verschiedene Reptilien und 25 Amphibienarten. Am Parkeingang befindet sich ein Campingplatz – der Park selbst bietet viele verschiedene Wanderwege, von einfachen Rundgängen bis hin zu anspruchsvollen Touren.

Ambohimanga
Ambohimanga liegt etwa 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Antananarivo. Dieser Ort ist tief mit der madagassischen nationalen Identität verbunden, denn er ist die heilige Stadt der Hovas und war einst die Heimat und Grabstätte der Könige. Die Wohnstätten der Könige bestehen aus Palisander und sind vergleichsweise bescheiden. Sie bestehen aus einem Raum mit einer Feuerstelle und einem Bett, das in 5 Meter Höhe lag, damit der König sich bei Gefahr dorthin retten konnte. Die auf dem sogenannten „Blauen Hügel“ gelegenen Paläste und Begräbnisstätten, zerstörten Festungen und königlichen Gräber wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts ausgebaut und erweitert. Heute kann man den Palast durch ein Steintor betreten, früher wurde er durch einen tonnenschweren Felsblock verschlossen. Die Anlage gilt als die am besten erhaltene Palastanlage des Landes. Seit 2001 gehört der Königshügel zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Vor Ort
Eindrücke
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