
Hilfe für Nomadenfamilien
Die Mongolei ist mit ca. 1,5 Millionen Quadratkilometern etwa viermal so groß wie Deutschland, hat aber nur etwa 2,5 Millionen Einwohner. Etwa ein Drittel der Bewohner der Mongolei lebt heute noch als Nomade. In der mongolischen Steppe ist nicht der Sekundenzeiger das Zeitmaß der Nomaden, sondern der Tagesablauf und die Jahreszeit. Die Beziehung der Nomaden zu ihren Tieren ist meist sehr eng. In der Mongolei spielt das Pferd eine herausragende Rolle: Nomadenkinder sitzen oft bereits mit vier Jahren im Sattel, und Siebenjährige reiten beim Nationalfest „Naadam“ schon kilometerlange Rennen mit.
In diesem Projekt hast du die Möglichkeit, einen Einblick in das Leben der Nomaden zu erhalten. Du hilfst beim Hüten der Tiere (Kühe, Ziegen, Yaks und Pferde) und bei der Herstellung der verschiedensten Milchprodukte wie Butter, Käse, Joghurt und Aaruul (Trockenquark).
Nicht nur für dich als Freiwillige:n, sondern auch für die Nomaden und deren Kinder ist es gut und wichtig, einen interkulturellen, zwischenmenschlichen Austausch zu erleben. So können alle Parteien voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern.
Während deiner Zeit bei der Nomadenfamilie lebst du in deiner eigenen Jurte, die mit einem Bett/Bettwäsche, kleinem Schrank, Tisch & Stühlen, Waschschüssel und Kofferkocher/Topf ausgestattet ist.
- Treiben und Beaufsichtigen des Viehs
- Hilfe beim Melken
- Unterstützung bei der Milchverarbeitung
An diesem Programm kannst du für zwei bis maximal acht Wochen teilnehmen.
Die Platzierung erfolgt in Jargalamt in der Provinz Khuvsgul, mit Aufenthalten in Ulaanbaatar zu Beginn und Ende. Vor der Platzierung im Projekt findet bei Ankunft eine Einweisung und Orientierung in Ulaanbaatar statt.
Tag 1 – Ankunft in Ulaanbaatar. Abholung vom Flughafen und Transfer zum Hotel. An Werktagen nach der Einreise meldest du dich vor Ort bei der Ausländerbehörde an und verlängerst ggf. dein Visum (gilt nur bei Aufenthalten von mehr als 30 Tagen). Nach dem langen Flug kommst du zunächst an und erholst dich.
Tag 2 – City Tour: Besichtigung des Sukhbaatar Square, des Parlaments, des Chinggis-Khaan-Museums und des Gandan-Klosters. Am Abend hast du Gelegenheit, das Nachtleben der Stadt zu erkunden.
Tag 3 – Orientierungsveranstaltung: Du erhältst vor Ort eine ausführliche Einführung in dein Programm, Informationen über das Leben der Nomadenfamilien, kulturelle Unterschiede und einen kleinen Einblick in die mongolische Sprache.
Tag 4 – Nach einem frühen Frühstück wirst du zum zentralen Busbahnhof in Ulaanbaatar gebracht. Von dort nimmst du um 8 Uhr einen Bus in die Provinz Khuvsgul. Abhängig vom Verkehr und dem aktuellen Zustand der Straßen (Bauarbeiten) kann die Fahrt zwischen 8 und 12 Stunden dauern. Deine Gastfamilie holt dich abends gegen 20:00 Uhr am Bus ab und bringt dich zu deiner Unterkunft – diese ist entweder eine Jurte oder ein Zelt.
Tag 5–27 – Nun nimmst du am täglichen Familienleben der Nomaden teil und hilfst bei den vielfältigen Tätigkeiten. Zum Haushalt gehören verschiedenste Tiere wie Ziegen, Kühe, Yaks und Pferde. Bist du ein guter Reiter, hast du auch die Möglichkeit, hier zu reiten. Weitere Aufgaben können z. B. sein: Kühe melken oder Hilfe bei der Herstellung von Milchprodukten wie Butter, Käse, Joghurt oder Aaruul (mongolischer Trockenquark), Schafe und Kühe treiben, beim Melken helfen sowie Unterstützung bei der Milchverarbeitung und beim Kochen.
Tag 28 – Rückfahrt nach Ulaanbaatar.
Tag 29 – Dieser Tag steht dir zur freien Verfügung.
Tag 30 – Flughafentransfer / Heimreise.
Hinweis: Der dargestellte Ablauf bezieht sich auf einen vierwöchigen Aufenthalt und verlängert oder verkürzt sich entsprechend deiner gewählten Programmdauer.
- Volljährigkeit
- Freude an der Arbeit mit Menschen und in der Natur
- Verantwortungsbewusstsein und Pflichtgefühl

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Wüste Gobi
Die Wüste Gobi liegt in Zentralasien und ist mit einer Fläche von rund 1,6 Millionen Quadratkilometer die drittgrößte und auch kälteste Wüstenregionen der Welt, sie dominiert im südlichen Teil der Mongolei die Landschaft. Mit Temperaturschwankungen von -40 bis 50° Celsius und ihren trockenen Dünen- und Gebirgslandschaften, ist die Wüste Gobi eines der unwirtlichsten Gebiete der Erde. Viele Menschen in der Mongolei leben nach wie vor von der Viehzucht. Zur nachhaltigen Gestaltung von Land und Leben tragen dort gemeinschaftliche Landnutzung, familiäre Netzwerke und ein tiefes Geschichtsbewusstsein bei. Man respektiert die Natur, nimmt Rücksicht auf Pflanzen und Tiere und es herrscht eine Ethik des Bewahrens. Weite Steppenlandschaften mit Wildblumen, endlose Sanddünen, schroffe Bergklippen und ein fantastischer Sternenhimmel laden dazu ein, zumindest einen Teil der Wüste Gobi zu erkunden. Es werden etliche geführte Touren angeboten, wer sich auf eigene Faust auf den Weg machen möchte, sollte sich sehr gut vorbereiten. Es gibt meist weder Wegweiser, noch asphaltierte Straßen oder Menschen, die man nach dem Weg fragen könnte.

Karakorum & Orkhon Valley
Die Ruinenstadt Karakorum war von 1235 bis 1260 die erste Hauptstadt des mongolischen Reiches. Sie ist am Fuße des Changai-Gebirges westlich von Ulaanbaatar gelegen und war seinerzeit eine bedeutsame Handelsmetropole an der Seidenstraße. Die ganze Stadt wurde damals aus Lehm für rund 10.000 Einwohner errichtet – Reste davon sind bis heute erhalten. Von dort aus kannst du auch das Orchontal, welches seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, erkunden. Der Orchon ist die Lebensader dieser Region – neben unberührten Landschaften, durch die sich Flüsse und Seen schlängeln, finden sich im Tal auch buddhistische Klöster, die teilweise bis auf das 16. Jahrhundert zurückgehen, sowie heiße Quellen, in denen du dich wunderbar entspannen kannst. Es werden verschiedene Touren per Fahrrad oder auch zu Pferde angeboten.

Gorkhi-Terelej-Nationalpark
Etwa 1,5 – 2 Stunden Fahrzeit mit dem Auto (etwa 60 Kilometer) von Ulaanbaatar entfernt liegt der Gorkhi-Terelej-Nationalpark. Das bergige Gebiet hat eine Fläche von rund 2.930 Hektar und besteht aus bewaldeter Steppe mit sehr interessanten Felsformationen. Dort gibt es etwa 250 verschiedene Vogelarten, Elche und Bären. Unweit des Eingangs befindet sich der sehr bekannte „Turtle Rock“ (Melchi Chad), eine Felsformation von 24 Metern Höhe, welche die natürliche Form einer Schildkröte hat. Außerdem sehr sehenswert ist der Meditationstempel Ariyabal, wo buddhistische Mönche seit vielen Jahren Meditationsrituale inmitten schöner und ruhiger Berge durchführen. Im Gorkhi-Terelej-Nationalpark werden Ausflüge per Pferd angeboten, du kannst dort auch in traditionellen Jurten übernachten und das Leben der Nomaden kennenlernen. Ebenso gibt es sehr viele Möglichkeiten zum Wandern.
Vor Ort
Eindrücke
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