
Artenschutzprojekt
Dieses Projekt, das Jaguar-Aufzuchtgebiet, hat sich dem Artenschutz verschrieben. Es befindet sich ca. 30 km von Curitiba entfernt und hat eine Fläche von etwa 1.290 km². Du hast hier die einzigartige Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in die Aspekte des Natur- und Artenschutzes zu gewinnen und dich intensiv mit gefährdeten Wildtieren zu beschäftigen.
Für die gemeinnützige Trägerorganisation steht Naturschutz an erster Stelle, um für zukünftige Generationen eine möglichst große Artenvielfalt zu erhalten. Dies soll durch einen bedachten Umgang mit natürlichen Ressourcen und den Erhalt bedrohter Arten erreicht werden. Das Aufzuchtgebiet wurde im Jahr 2003 gegründet, als ein Jaguar in sehr schlechtem Zustand auf einer privaten Farm gefunden wurde. Derzeit befinden sich über 1.000 Arten unter ständiger Betreuung und Behandlung, viele davon gefährdet, wie z. B. der Waldhund.
Weitere Ziele des Projektes sind die Entwicklung und Verbesserung von Aufzuchttechniken für Tiere in Gefangenschaft sowie der Austausch wichtiger Informationen mit anderen Züchtern und die Unterstützung wissenschaftlicher Untersuchungen vor Ort. Das Gebiet beinhaltet etwa 62 Hektar heimischer Gehölze, in denen wissenschaftliche Untersuchungen häufig von brasilianischen Universitäten entwickelt und unterstützt werden. Das Projekt (The Jaguar Conservationist Breeding Ground) ist beim IBAMA (The Brazilian Institute of the Environment and Renewable Natural Resources) registriert und offiziell anerkannt.
Als internationale:r Freiwillige:r hilfst du dabei, diese gefährdeten brasilianischen Spezies zu schützen. Du hast die Möglichkeit, dich mit den Tieren zu befassen, dich um sie zu kümmern und so ein näheres Verhältnis zu diesen Wildtieren und zum Naturschutz zu entwickeln. Es gibt zudem ein Gebiet zur Wiedereinsetzung gefährdeter Pflanzenarten.
Deine täglichen Aufgaben können je nach tatsächlichem Bedarf variieren. Typischerweise umfassen sie:
- Füttern der Tiere
- Reinigen der Anlagen
- dem Tierarzt helfen
- Bäume pflanzen
- Unkrautkontrolle
- Wartung der Wanderwege
- dich mit den Spezies beschäftigen und dich um sie kümmern
- eine einzigartige Erfahrung
- die Gelegenheit, an Naturschutzbelangen mitzuwirken
- die Chance, als Freiwillige:r einen Beitrag zu leisten
- Referenzen und ein Zertifikat zu erhalten
- die Möglichkeit, Orte zu besuchen, die Touristen nicht zu sehen bekommen
Was solltest du nicht erwarten?
Ein aktives Nachtleben oder einen Ort zum Feiern – alkoholische Getränke sind in diesem Projekt streng verboten; Zuwiderhandlungen führen zum Ausschluss. Auch viele Freizeitmöglichkeiten sind nicht zu erwarten: Das Projekt liegt etwa 30 km von Curitiba entfernt in einer abgelegenen Gegend. Wir empfehlen dir, für die Abende Bücher oder anderes zum Zeitvertreib mitzunehmen. In ca. 3 km Entfernung gibt es einen kleinen Ort mit u. a. Post, Bank, Apotheke, Markt und Krankenhaus, den du zu Fuß oder per Fahrrad erreichen kannst.
Die Aktivitäten im Projekt können je nach aktuellen Anforderungen variieren – üblicherweise arbeitest du von 7:00 Uhr morgens bis 17:00 Uhr nachmittags mit einer zweistündigen Mittagspause. Der Zeitplan ist witterungsabhängig, beinhaltet aber meist Folgendes:
- Aufstehen und Frühstück zubereiten
- der Projektkoordinator weist dir die Aufgaben des Tages zu und du erhältst eine Einweisung
- du beginnst mit deinen Aktivitäten
- Mittagspause
- Weiterarbeit im Projekt
- Tagesarbeit beenden und in die Unterkunft zurückkehren
- Abendessen – danach Pause bis zum nächsten Tag
- guter Gesundheitszustand
- Integrationsfähigkeit
- Tier- und Naturliebe
- Interesse an der lateinamerikanischen Kultur
- ausreichende Englischkenntnisse
- Volljährigkeit
Bitte mitbringen:
- Sonnenbrille
- Insektenschutzmittel
- lange und bequeme Hosen
- regenfeste Kleidung
- stabile Schuhe (oder entsprechende Sportschuhe)
- langärmelige Pullover und einen Mantel/eine Jacke für kälteres Wetter
- Bettwäsche, Handtücher und persönliche Hygieneartikel
- breitkrempigen Sonnenhut
- persönliche Trinkflasche
- Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor

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Amazonas
Die Hälfte Brasiliens wird vom Amazonasgebiet bedeckt, welches aus einem gigantischen System von Flüssen und Wäldern besteht. Bis heute sind viele Nebenflüsse des Amazonas noch unerforscht; von den geschätzten 15 000 Tierarten des Amazonastieflands sind Tausende von Fischen und Vögeln sowie Hunderte von Säugetierarten noch nicht klassifiziert. Als Ausgangspunkt für Exkursionen ins Amazonasgebiet eignet sich beispielsweise Manaus am Rio Negro, 10 km oberhalb dessen Mündung in den Amazonas. Eine Tour auf eigene Faust ist nicht wirklich empfehlenswert, da die dichtbewachsenen Urwald-Tropen eigen sind und ihre ganz eigenen Gesetze haben. Die einzigartige Flora und Fauna des Urwalds lassen sich am einfachsten bei einem geführten Bootstrip erleben. Auf diese Weise gewinnt man auch einen Eindruck von der Lebensweise der „caboclos“, d. h. der Einwohner der kleinen Flusssiedlungen rund um Manaus.

Pantanal
Das Biosphärenreservat Pantanal (UNESCO Welterbe) ist eine riesige brasilianische Schwemmebene im äußersten Westen des Landes, an der Grenze zu Bolivien und zählt zu den größten Binnenland-Feuchtgebieten der Welt. Um Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben zu können, bieten im Pantanal zahlreiche Reiseagenturen unterschiedliche Touren an, man kann sich per pedes, auf dem Pferd oder mit dem Boot, etwa auf dem Rio Claro, dem Rio Cuiaba und Rio Sao Lourenco fortbewegen. Am häufigsten sind Vögel zu sehen, aber man findet auch Pantanal-Hirsche, das Riesennagetier Capybara, Otter, Anakondas, Iguanas, Jaguare, Pumas, Krokodile, Wild und Ameisenbären. In diesem Gebiet gibt es nur wenige Menschen und keine Städte. Zufahrt hat man über die Transpantaneira-Straße, die beim Örtchen Porto Jofre endet. Ein weiterer Startpunkt ist das Städtchen Bonito – Anreise via Campo Grande, von dort dann noch fünf Stunden mit dem Bus.

Lençóis Maranhenses Nationalpark
Die Lençóis Maranhenses sind ein faszinierendes Dünengebiet an der brasilianischen Nordküste und bestehen aus endlos weiten, sanft geschwungenen Salzwiesen, azurblauen Lagunen und schneeweißen Sanddünen, in denen sich das helle Licht von Brasiliens einziger Wüste spiegelt. Der rund 1.550 Quadratkilometer große Park wurde im Jahr 1981 zum Nationalpark erklärt und bildet einen beeindruckenden Farbkontrast zu Großstädten und wildbewachsenem Amazonasgebiet. Die Sanddünen sind bis zu 40 Meter hoch und erstrecken sich über 50 Kilometer in das Landesinnere, an der Küste erstrecken sie sich über fast 70 Kilometer – die Strände sind meist menschenleer. Obgleich es sich um eine Wüste handelt, gibt es zwischen Januar und Juli regelmäßig Regenfälle. Dadurch sammelt sich in den Tälern zwischen den Dünen frisches Regenwasser und somit entstehen dort tausende türkisblauer Seen. Die Gemeinden Humberto de Campos, Primeira Cruz, Santo Amaro do Maranhão und Barreirinhas bilden die Eingangsorte zum Lençóis Maranhenses Nationalpark.
Vor Ort
Eindrücke
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