
Kinderbetreuung
Die Einrichtungen, in denen sich internationale Freiwillige engagieren, haben alle einen sozialen Charakter und fangen Kinder aus schwierigen familiären Situationen auf (Kinder ohne Eltern, Kindesmissbrauch, Verwahrlosung, Verletzung der Fürsorgepflicht der Eltern etc.). Träger sind zumeist der Staat, religiöse Einrichtungen, Kommunen oder Stiftungen, die sich besonderen Themen widmen, z. B. unterernährte Kinder, krebskranke Kinder oder Kinder mit Behinderung. Ob staatlich oder nicht (oder teilweise durch den Staat unterstützt) – all diese Einrichtungen sind zusätzlich auf private Spenden (Geld- oder Sachspenden) und auf die Mithilfe von Freiwilligen angewiesen, da die öffentlichen finanziellen Mittel nicht ausreichen.
Nicht nur für dich als Freiwillige:r, sondern auch für die chilenischen Kinder und deren Betreuer ist es wichtig, einen interkulturellen, zwischenmenschlichen Austausch zu erleben. So sehen sie, dass es Menschen mit anderer Sprache, aus anderen Ländern und mit anderem kulturellen Hintergrund gibt. Du kannst beispielsweise Parallelen zum Erziehungssystem in deiner Heimat ziehen und eigene Ideen einbringen. So können alle Parteien voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern.
Deine Aufgaben hängen von der jeweiligen Einsatzstelle ab, doch eines haben alle Projekte gemeinsam: Du unterstützt Kinder in ihrem Alltag, schenkst ihnen Aufmerksamkeit und sorgst für positive Erlebnisse. Gleichzeitig entlastest du die Betreuer, die oft stark eingebunden sind und nur wenig Zeit für individuelle Förderung und Freizeitaktivitäten haben.
Je nach Projekt umfasst deine Mitarbeit die Betreuung und Beaufsichtigung der Kinder, gemeinsames Spielen, Basteln, Malen, Musizieren oder Sport treiben. Darüber hinaus kannst du bei den Mahlzeiten, den Hausaufgaben, einfachen Haushaltsaufgaben oder der Organisation des Tagesablaufs unterstützen. Ziel ist es, die Kinder sinnvoll zu beschäftigen, ihre Entwicklung zu fördern und ihnen einen abwechslungsreichen Alltag zu ermöglichen.
Die Arbeitszeit beträgt in der Regel zwischen 30 und 40 Stunden pro Woche und richtet sich nach den Anforderungen der jeweiligen Einrichtung.
Du kannst dieses Projekt ab vier Wochen bis zu maximal sechs Monaten absolvieren. Eine Anreise ist jederzeit möglich.
Auf Wunsch besteht zusätzlich die Möglichkeit, vor der Projektplatzierung einen Spanisch-Sprachkurs in Santiago de Chile zu belegen. Weitere Infos dazu erhältst du auf Anfrage.
- Volljährigkeit
- Eigeninitiative und Arbeitsbereitschaft
- Freude an der Arbeit mit Kindern
- Spanischkenntnisse auf Kommunikationsniveau
- Verantwortungsbewusstsein
- erweitertes Führungszeugnis (für Projekte mit Kindern erforderlich)

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Sehenswürdigkeiten in Chile
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Atacama
Gelegen im Norden Chiles reicht die Atacama-Salzwüste von den Anden bis zum Pazifik. Sie gilt als die trockenste Wüste der Welt. Oftmals wird die trostlos karge, aber dennoch erstaunliche Landschaft als „mondähnlich“ beschrieben. Da die Luft in der Atacama-Wüste sehr trocken ist, eignet sie sich auch gut zur Himmelsbeobachtung – auch für Hobbyastronomen sind hier einige der größten Sternwarten der Welt zugänglich. Besonders sehenswert ist das Valle de la Luna, ein trockenes Tal, in dem der Sonnenauf- und untergang über der bizarren Landschaft ein unglaubliches Naturschauspiel bieten. Inmitten der Atacama-Wüste liegt das Oasenstädtchen San Pedro mit seinen beschaulichen, sandigen Straßen und den niedrigen Häusern. Unweit davon verläuft in einem abgesenkten Tal der Puritama River – am Ende des Tals befinden sich heiße Quellen mit glasklarem Wasser. Sehr empfehlenswert ist auch eine Tour zur Salar de Atacama (4.000 Meter hoch gelegen!). Diese Salzseen sind Becken, in denen das Wasser verdunstet und sich an den Oberflächen als salzhaltige, oft schneeweiße, Schicht absetzt. Zuweilen ist die Oberfläche durchbrochen und türkisblaue Lagunen, in denen Flamingos stehen, kommen zum Vorschein.

Rapa Nui – die Osterinsel
Die isoliert im Südostpazifik gelegene Insel gehört politisch zu Chile, geographisch jedoch zu Polynesien. Es leben dort etwa 7.750 Menschen. Bekannt ist die Osterinsel vor allem wegen der monumentalen Steinskulpturen, der Moai. Sie sind das letzte Zeugnis einer Kultur, die wir bis heute weder verstehen, noch wirklich einordnen können. Sie war nämlich bereits vor der Ankunft der ersten weißen Entdecker im Jahr 1722 untergegangen und nur noch ein Relikt aus der Vergangenheit, sodass die Geschichte der Osterinsel und ihrer Bewohner nach wie vor Rätsel aufweist. Nur die Hauptinsel Rapanui ist bewohnt, die übrigen Inseln dienen als Brutplatz für zahlreiche Seevögel, darunter auch viele seltene Arten. Hanga Roa (Hauptstadt der Insel) bietet einen guten Ausgangspunkt für Erkundungstouren und Wanderungen an. Seit 1995 ist die Insel, als Nationalpark Rapa Nui, Teil des UNESCO-Welterbes. Zahlreiche Tuffsteinhöhlen, Wanderwege und Aussichtsplattformen, von denen man einen tollen Blick über die Weiten des Atlantik hat, sind ein echtes Highlight für Naturfans.

Nationalpark Torres del Paine
Dieser bekannteste Nationalpark Chiles liegt im Süden des Landes und besticht auf einer Fläche von etwa 2.420 Quadratkilometern mit einer spektakulären Gebirgswelt aus Gipfeln, Seen, Flüssen, Wasserfällen und Gletschern. Daneben gibt es auch Tundra und große Wälder aus Zypressen, Lenga- und Olivillo-Bäumen, außerdem viele Blumenarten, unter anderem auch Orchideen. Die Tierwelt im Park ist ebenso vielfältig. Auffällig sind die Guanakos, Darwin-Nandus, Andenkondore und viele kleinere Vogelarten. Die drei Granitnadeln der Torres del Paine („Türme des blauen Himmels“) sind das Wahrzeichen des gleichnamigen Nationalparks. Er wurde bereits im Jahr 1978 von der UNESCO als Biosphärenreservat deklariert. Der Park eignet sich wunderbar für verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise Trekking, Mountainbiking, Raften, Fotografieren, Fischen, Klettern (Genehmigung erforderlich) oder das Beobachten der Natur. Der Eingang des Parks befindet sich ungefähr 115 Kilometer entfernt von der Stadt Puerto Natales, von wo aus man mit öffentlichen Verkehrsmitteln, oder mit dem Auto weiterreisen kann.
Vor Ort
Eindrücke
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