
Selbstbestimmungsprogramm für Frauen
Auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Geschlechter sind in Nepal noch hohe Pässe zu überwinden. Nach wie vor ist es, vor allem in ländlichen Regionen, üblich, Frauen bereits im späten Teenageralter in arrangierte Ehen zu drängen – ihre Rolle ist in der Regel die der Hausfrau. Über 70 Prozent aller Frauen sind Analphabetinnen. Zwar wird Frauen in Nepal Gleichheit vor dem Gesetz zugesichert, dennoch ist ihre Benachteiligung im internationalen Vergleich noch immer sehr groß.
Dieses Projekt wurde speziell für Frauen entwickelt, die aus ländlichen Gebieten Nepals nach Kathmandu gekommen sind, um als Hausmädchen und Hausfrauen zu arbeiten. Die meisten dieser Frauen können noch nicht einmal Lesen oder Schreiben, da sie bereits seit jungen Jahren als Angestellte arbeiten und somit niemals die Chance bekommen haben, eine Schule oder andere Bildungseinrichtung zu besuchen. Aufgrund ihres niedrigen Bildungsniveaus haben die Frauen jedoch auch keine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln oder eine andere Tätigkeit aufzunehmen. Ihr Leben ist somit geprägt von Abhängigkeit und Stagnation.
Die Schule in Kathmandu wurde gegründet, um den Frauen einen gewissen Bildungsstand zu verschaffen, und sie somit selbstsicherer und unabhängiger zu machen. Sie werden dazu motiviert, ihre Talente zu entdecken und Potentiale zu entfalten. Gerade im Zeitalter von Wissenschaft und Technologien ist ein gewisser Grad an Bildung unbedingte Voraussetzung für die Verbesserung der Lebensbedingungen für die Bevölkerung. Der Bedarf an Nahrung, Kleidung und Unterkünften kann zwar von außen immer wieder gestillt werden, jedoch ist Bildung der Schlüssel zu einer nachhaltigen und langfristigen Lösung dieser Probleme.
Bringen Sie als Freiwillige(r) Ihre Ideen und Erfahrungen in die Projekte ein – diese sind im besten Sinne „ansteckend“ und können helfen, neue Perspektiven zu entdecken!
Unterstützung der Arbeit der Schule vor Ort
Schaffung von neuen Bildungschancen für die Frauen
Vermittlung von neuen Unterrichtsmethoden und -inhalten
Kultur- und Erfahrungsaustausch mit Einheimischen
Während Ihrer Freiwilligenarbeit in Nepal in diesem Projekt betreuen und unterrichten Sie erwachsene Frauen verschiedener Altersgruppen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Insbesondere die Vermittlung von Englischkenntnissen hat hohe Priorität, denn die gesamte Hochschulbildung in Nepal findet auf Englisch statt. Doch nicht nur Englischunterricht, sondern auch andere Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften, Geographie, Computertechnologien, Musik, Umweltbewusstsein, allgemeine Gesundheit und Sicherheit usw. stehen auf dem Tagesplan. Auch Sport und Spiele sind bei den Frauen sehr beliebt und eine willkommene Abwechslung vom vielen Sitzen. Der Unterricht folgt einem Lehrplan, den Sie als Basis für Ihre Unterrichtsmethoden nutzen können.
Das Programm findet von Montag bis Freitag statt, die Wochenenden stehen Ihnen zur freien Verfügung. Sie werden täglich für 4 bis 5 Schulstunden eingesetzt und den Lehrerinnen und Lehrern in dieser Zeit beim Unterricht assistieren.
Volljährigkeit
Guter Gesundheitszustand (Attest)
Integrationsfähigkeit
gute Englischkenntnisse
Polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag

Sehenswürdigkeiten in Nepal
Entdecken Sie die Highlights, die Ihren Aufenthalt unvergesslich machen.

Stupas, Tempel & Pagoden
Der Hinduismus und der Buddhismus treffen in Nepal aufeinander – das ist kulturell extrem spannend und man findet daher an vielen Orten Tempel, Pagoden, Stupas und Klöster die mal Buddha, mal einer Hindu-Gottheit gewidmet sind. Beinahe jede Stadt des Landes hat einen einzigartigen Stupa oder einen ganz besonders schönen Tempel und auch in den abgelegenen Bergdörfern des Himalaya ist der religiöse Reichtum des Landes allgegenwärtig. Hier nur drei Beispiele: Der größte buddhistische Stupa (Grabmal, in dem die Überreste bedeutsamer Personen aufbewahrt werden) ist mit einer Höhe von 36 Metern die Bodnath Stupa nordöstlich von Kathmandu. Auf einer Anhöhe im Nordwesten Kathmandus befindet sich Swayambhunath, einer der ältesten buddhistischen Tempel der Welt – dort wurde schon vor über 2.000 Jahren gebetet. Die Tempelanlage wurde 2015 durch das Erbeben zwar beschädigt, inzwischen aber wieder aufgebaut. Nördlich von Bhaktapur, im Ort Changu Narayan, befindet sich der Changu Narayan Tempel – er ist der älteste noch existierende Hindu-Tempel im Kathmandu-Tal und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Lumbini
Lumbini liegt ganz im Süden Nepals und gilt, der Überlieferung zufolge, als der Geburtsort von Siddhartha Gautama, dem Begründer des Buddhismus. Der Ort ist daher heute eines der wichtigsten Pilgerzentren der Welt und wurde von der UNESCO im Jahr 1997 zum Weltkulturerbe erklärt. Der Geburtsort Siddharthas wird mit einem internationalen Friedenspark, einem großen rechteckigen Grundstück, auf dem nur Orte von religiöser Bedeutung gebaut werden dürfen, geehrt. Das Zentrum bildet das schneeweiße Gebäude, in dem Buddha Siddartha geboren wurde. Es ist ein regelrechter Tempelpark, der in Lumbini entstanden ist, da nahezu jedes Land der Welt, das mit dem Buddhismus zu tun hat, dort einen Tempel errichtet hat – einer davon prachtvoller als der andere. Lumbini befindet sich ca. 8-10 Busstunden von Kathmandu entfernt und ist nur wenige Kilometer von Indien entfernt. Das Areal erstreckt sich über eine Fläche von 2,56 Quadratkilometern und umfasst drei Zonen, die mit Gehwegen und einem Kanal verbunden sind. Autos sind in Lumbini nicht erlaubt, Sie können aber Rikshas oder Fahrräder nutzen, um die verstreut liegenden Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Bhaktapur
Bhaktapur liegt etwa 16 Kilometer östlich von Kathmandu und ist die drittgrößte der ehemaligen Königsstädte im Kathmandu-Tal. Heute ist die Stadt bekannt für ihre gut erhaltene alte Architektur – so stammen einige der Tempelanlagen und Wohnhäuser aus der Zeit der Malla-Dynastie und sind mit faszinierenden Holzschnitzereien verziert. Viele von ihnen haben die Verwüstung des Erdbebens von 2015 überstanden. Aufgrund des architektonischen Erbes wurde die Stadt 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Bhaktapur war Teil einer alten Handelsroute, die Indien mit Tibet verband und zum Aufbau, der Bedeutung und dem Reichtum des Königreichs beitrug. Der Bhaktapur Durbar Square ist zweifellos der wichtigste Ort in Bhaktapur. Nehmen Sie sich genügend Zeit, um die Geschichte und die schönen Details rund um diesen historischen Platz kennenzulernen. Bhaktapur ist auch berühmt für sein Töpferhandwerk. Das Betreten des Pottery Square ist wie das Betreten eines „Open-Air-Künstlerateliers“: Sie können brennende Öfen, das Formen des Tons und Künstler sehen, wie sie ihre Töpferwaren herstellen.
Haben Sie noch Fragen?
Sie interessieren sich für einen Auslandsaufenthalt? Fordern Sie kostenlos und unverbindlich Infomaterial an oder lassen Sie sich beraten.
Infomaterial anfordern




