
Schulprojekt für Kinder aus den Slums
Bereits 2009 wurde in Indien ein Gesetz verabschiedet, das jedem Kind zwischen 6 und 14 Jahren ein Grundrecht auf Schulbildung zusichert. Inzwischen besuchen rund 80 Prozent aller Kinder eine Grundschule. Dennoch haben nach wie vor sowohl die Herkunft als auch das soziale Umfeld einen sehr großen Einfluss auf die Bildungschancen der Kinder in Indien. Staatliche und damit kostenlose Schulen genießen besonders in ländlicheren Regionen nicht immer den besten Ruf; oft fehlt es an Ausstattung und an Lehrkräften, da diese an staatlichen Schulen relativ schlecht bezahlt werden.
Dieses Projekt wurde für Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren aus den Slums in den Randbezirken der Städte ins Leben gerufen. Die Familien dieser Kinder stammen aus den verschiedensten Regionen Indiens und haben meist keinen festen Wohnsitz – sie ziehen regelmäßig weiter, immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Sie leben zum Großteil in Zeltdörfern unter ärmsten Bedingungen, und die Kinder haben aufgrund der häufigen Ortswechsel im Regelfall keinen oder nur unregelmäßigen Zugang zum staatlichen Bildungssystem.
Das Projekt stellt ein sehr niedrigschwelliges und einfach zu erreichendes Angebot für die Kinder und ihre Familien dar. Das Augenmerk liegt einerseits auf der Vermittlung von Bildung für die Kinder, andererseits auf der Schaffung eines Bewusstseins bei allen Altersgruppen für die Wichtigkeit von Bildung, das Einhalten bestimmter Hygienestandards und die Errichtung einer geeigneten Infrastruktur. Für die Wirksamkeit der Angebote ist es wichtig, dass alle Bewohner:innen des örtlichen Slums in das Projekt eingebunden werden – nur so kann das sozioökonomische Wohlergehen der Menschen positiv und nachhaltig beeinflusst werden. Die Schule ist kostenlos und für die Kinder zu Fuß erreichbar.
Bildung gilt in Indien auch als Statussymbol – die Schülerinnen und Schüler sind daher meist sehr motiviert und lernwillig. Bring Kreativität und Freude in den Unterricht ein und nimm so positiven Einfluss – es wird dir ganz sicher zurückgegeben.
Während deiner Teilnahme wirst du an verschiedenen Aufgaben beteiligt:
- Vermittlung von Bildung für die Kinder im Schulalter und Förderung einzelner Kinder
- Betreuung der Kinder im Kindergartenalter
- Unterstützung der lokalen Englisch- und Mathematik-Lehrkräfte, ggf. Vertretung von Lehrkräften
- Computer-Kurse und Herstellung von kostengünstigem Lehrmaterial
- Hilfe bei der Errichtung einer Infrastruktur (Bau besserer Zufahrtsstraßen, Sanitäranlagen, eines Regenwassernutzungssystems)
- Errichten einer Bibliothek
- Durchführung von Workshops und Schulungen zum Anlegen von Gemüsegärten, zu Gesundheitsmaßnahmen, Hygiene- und Ernährungsstandards
- Durchführung von Umweltcamps zum Bewusstsein für die Entsorgung von Haushaltsabfällen
- Organisation von Sommercamps in den Sommerferien (April und Mai) sowie außerschulische Betreuung am Nachmittag
- Durchführung von Fußballcamps
- du unterstützt die Schule und das Gemeindeprojekt vor Ort
- du schaffst neue Bildungschancen für die Kinder
- du verbesserst die Lebensbedingungen für die Bevölkerung
- Kultur- und Erfahrungsaustausch mit den Einheimischen
Das Programm findet von Montag bis Freitag statt, die Wochenenden stehen dir zur freien Verfügung. Unter der Woche bist du vormittags von 9 bis 12 Uhr mit der Betreuung der Kindergartenkinder beschäftigt. Schon in diesem Alter ist es für die Kinder wichtig, einfache Begriffe in englischer Sprache zu lernen – du kannst mit ihnen singen, spielen, malen und sie so spielerisch an die Sprache heranführen.
Von 14 bis 17 Uhr verbringst du Zeit mit den Schulkindern. Für eine angemessene Betreuung werden die Kinder in drei Altersgruppen unterteilt. Jeden Tag wird ein anderer Themenschwerpunkt gewählt, etwa Englisch, Mathematik, Handwerk oder Wissenschaften. Du darfst und sollst deine eigenen Unterrichtsideen einbringen und umsetzen und gerne eigene Unterrichtsmaterialien von zuhause mitbringen, wenn sie dir hilfreich erscheinen.
Vor Beginn eines jeden Freiwilligenprojekts empfehlen wir die Teilnahme an der Einführungswoche. Während dieser 5-tägigen Veranstaltung erhältst du einen Einblick in die Kultur und Gepflogenheiten deines Gastlandes, lernst weitere Teilnehmer:innen kennen und unternimmst gemeinsam kleine Ausflüge in der Umgebung deines Einsatzortes.
- Spaß an der Arbeit mit Kindern
- Integrationsfähigkeit
- gute Englischkenntnisse
- Volljährigkeit
Personen ab dem 66. Lebensjahr benötigen eine ärztliche Gesundheitsbescheinigung.

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Jim Corbett Nationalpark
Dieser Nationalpark liegt im Bundesstaat Uttarakhand am Fuße des Himalayas. Er wurde bereits 1936 gegründet und ist das älteste Natur- & Wildschutzgebiet in Asien. Das Gelände umfasst heute eine Fläche von 520 Quadratkilometern. Zusammen mit dem angrenzenden Sonanadi-Schutzgebiet (fast 300 Quadratkilometer) bildet der Park das größte Tiger-Reservat des Landes. Der größte Teil des Parks ist Waldgebiet (Salzwälder) – der Rest ist von Grasflächen, sowie kleinen und großen Flussläufen durchzogen. Während einer Safari kann man neben Tigern auch Leoparden und wilde Elefanten entdecken. Zu den mehr als 50 Säugetierarten im Nationalpark gehören unter anderem auch der Rotfuchs, Rothund, Lippenbär, Kragenbär, Buntmarder, Fleckenmusang, indischer Mungo, Bengalkatze, Muntjak, Wildschwein, Axishirsch. In den Gewässern leben mindestens 30 Reptilienarten und auch Vogelliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn es lassen sich im Park mehr als 580 Vogelarten beobachten.

Ellora und Ajanta Höhlen
Die Ellora-Höhlen liegen ca. 30 Kilometer nordwestlich von Aurangabad im Bundesstaat Maharastra - seit dem Jahr 1983 zählt der Komplex aus 34 buddhistischen, hinduistischen und jainistischen Höhlentempeln zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie entstanden zwischen dem 5. und 11. Jahrhundert. Man geht davon aus, dass an den Felswänden einst Einsiedler oder kleine Gruppen von Mönchen Schutz vor dem Monsun und auch vor wilden Tieren und Räubern suchten. Im Laufe der Zeit zogen sich immer mehr Mönche in die Höhlen zurück, Pilger brachten ihnen Gaben und die aus dem Fels gemeißelten Höhlen wurden immer schöner und reicher mit Malereien und Skulpturen geschmückt. Der Komplex gehört zu den bemerkenswertesten Monumenten indischer Architektur. Etwa zwei Stunden Fahrtzeit entfernt liegen die 29 Höhlen von Ajanta, die bereits zwischen dem 2. Jahrhundert vor Christus und dem 6. Jahrhundert nach Christus in den Felsen gehauen wurden. Diese Siedlung wurde bereits im 6./7. Jahrhundert wieder aufgegeben. Beide Höhlenkomplexe gehören zu den UNESCO Weltkulturerbestätten.

Jaisalmar
Jaisalmar ist eine uralte Oasenstadt inmitten der Wüste Thar, nahe der Grenze zu Pakistan. Sie wird aufgrund ihrer goldgelben Sandsteinhäuser auch „Goldene Stadt“ genannt. Gegründet wurde die Stadt 1156 und sie war lange ein Knotenpunkt der Kamelkaravanen zwischen Indien und Zentralasien. Viele Reisende unternehmen von Jaisalmar aus Wüstensafaris. Das Jaisalmar Fort, gelegen auf einem Hügel über der Stadt, gehört zu den größten Festungen der Welt. Inmitten der engen Gassen des Forts befinden sich fünf wunderschöne Jain Tempel, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert erbaut wurden. Von außen recht unscheinbar empfängt den Besucher im Inneren ein Gesamtkunstwerk aus filigranen Holzschnitzereien. In der Altstadt Jaisalmars gibt es etliche Havelis – das sind prunkvolle Villen mit kunstvoll verzierten Fassaden, die den reichen Kaufmannsfamilien gehörten. Einige davon wurden zu Museen umgebaut und können von innen besichtigt werden.
Vor Ort
Eindrücke
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